Auf eine perfide Masche Krimineller ist auch eine Tirolerin reingefallen. Sie reagierte auf eine Aufforderung via WhatsApp, ihre Daten rasch zu bestätigen. Ein Fehler, der sie viel Geld kostete.
Opfer eines Urlaubsbetrugs ist Andrea P. geworden. Sie hatte über booking.com, dessen Buchungsplattform heuer gehackt wurde, bereits im Dezember 2025 ein Hotel in Düsseldorf für Oktober 2026 gebucht. Vor ein paar Tagen bekam sie eine Nachricht auf WhatsApp, mit der Bitte um rasche Bestätigung ihrer Buchungsdaten.
Geld war weg
Ein Link zur Buchungsplattform wurde gleich mitgeschickt. Dort waren alle Daten korrekt ausgefüllt, auch die ihrer Kreditkarte. Sie müsse nur noch zur Überprüfung auf ihrer Kreditkarten-App zustimmen. Was sie auch tat. Gleich darauf bemerkte sie eine Abbuchung von 470 Euro. Obwohl die Tirolerin sofort ihre Kreditkartenfirma informierte und das Bankensystem wegen Betrugsverdachts Alarm geschlagen hatte, war das Geld fort.
Fake-Unterkunft
Die Arbeiterkammer bekommt derzeit 20 bis 30 Anfragen pro Woche zum Thema Urlaubsbetrug. Die Fälle sind unterschiedlich. Ein beliebter Urlaubs-Scam ist auch die Fake-Unterkunft. Man hat ein Hotel gebucht, im Voraus bezahlt und dann die böse Überraschung bei der Ankunft. Die Unterkunft ist belegt, es gibt keine Reservierung oder sie existiert gar nicht.
Visa-Fallen
Auch ein E-Visum verleitet Betrüger zu ihren Machenschaften. Man muss sich vorab registrieren und das nutzen unseriöse Anbieter gerne aus. Sie täuschen vor, ein offizielles Regierungsportal zu sein, verlangen stark überhöhte Preise und haben jetzt obendrein ihre Daten.
Wie kann man vorbeugen?
Die AK empfiehlt, die Unterkunft immer zu prüfen, konkret nach dieser zu suchen, Bewertungen zu lesen und ins Impressum zu schauen. Abwicklungen über WhatsApp sind unseriös. Auch sollte man vorab kein Geld auf fremde Konten einzahlen. Sollte man ein Visum brauchen, dann sollte man sich nur über die Seite des Außenministeriums auf ofiziellen Regierungsseiten der Länder registrieren. Wenn man Ausflüge vor Ort bucht, erspart man sich hohe Vermittlungskosten. Um Daten zu schützen, sollte man nie offizielle Websites verlassen, auf mitgeschickte Links klicken, keine Bankdaten eingeben und nichts über seine Bank-App autorisieren.
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