Bereits am 23. April wurden die Einsatzkräfte zur oberösterreichischen Mittelschule Haid-Ansfelden gerufen. Ein lange Zeit unbekannter Zündler verursachte dort durch zwei Molotow-Cocktails einen Millionenschaden. Jetzt kam ein 15-jähriger Schüler zur Polizei und legte ein Geständnis ab.
„Ich geb’s zu, ich war’s“ – nach fast zwei Monaten hatte sich die Schlinge so weit zugezogen, dass ein 15-jähriger aus Haid-Ansfelden mit gesenktem Kopf bei der Polizei vorbeikam und in letzter Sekunde ein Geständnis ablegte. Er war es, der am 23. April versucht hatte, die Mittelschule Haid 1 abzufackeln.
Er hatte zwei selbst gebastelte Molotow-Cocktails gegen die Glastür geworfen, diese brach. Das Feuer breitete sich zum Glück nicht aus, aber der Qualm drang ins gesamte Gebäude, das umfangreich saniert werden musste und schon wieder offen ist. Der Schaden beträgt laut Bürgermeister Christian Partoll 1,7 Millionen Euro.
Gibt ein Video der Tat
Von der Tat gab’s ein Video – die Schule wird überwacht – doch der Täter war wegen einer Kapuze nicht eindeutig erkennbar, allerdings gab’s mehrere Hinweise auf den nun geständigen Brandstifter, der zuvor aber eisern alles abgestritten hatte.
Bei seinem umfassenden Geständnis gab der Viertklassler an, dass er mit dem Feuer erreichen wollte, dass es einige zusätzliche freie Tage gibt und vor allem, dass der Elternsprechtag abgeblasen wird. Denn er hatte einige Fünfer, die er offenbar daheim nicht erklärt hatte und nun Angst vor der Reaktion seiner Eltern hatte.
Fünf Jahre Haft drohen
Der Elternsprechtag fand nicht statt, doch die Fünfer sind geblieben und dürften jetzt das kleinere Übel sein. „Gegen den 15-Jährigen wird wegen Verdachts der versuchten Brandstiftung ermittelt“, erklärt die Linzer Staatsanwältin Ulrike Breiteneder. Weil der Beschuldigte noch minderjährig ist, gilt für ihn das Jugendstrafrecht. „Es droht eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren“, erklärt Breiteneder.
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