Seine brodelnde EIfersucht auf einen Nebenbuhler ließ einen Rumänen (37) in Mettmach durchdrehen: Das gestand der Verdächtige bei seiner Einvernahme durch das LKA. Er soll Freitagfrüh seine Partnerin (30), mit der er eine jahrelange On-off-Beziehung geführt hatte, mit einem dreißig Zentimeter langen Küchenmesser am gemeinsamen Arbeitsplatz, einem Pferdegestüt, niedergestochen haben. Die Polin konnte flüchten.
Der Verdächtige hatte bei seiner Festnahme 2,2 Promille. Am Samstag wurde er – wieder nüchtern – vom Landeskriminalamt genau vernommen. Dabei schilderte der Rumäne den Tathergang so: Er hatte mit der Polin, sie hat zwei Kinder von einem anderen Mann, eine lange On-off-Beziehung geführt. Zuletzt waren sie nach einem Jahr „Sendepause“ wieder zusammengekommen.
Die Aussagen des Tatverdächtigen und des Autolenkers decken sich. Das Opfer konnte bisher noch nicht einvernommen werden. Das soll zu Wochenbeginn passieren.

Alois Ebner, Leiter der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis
Bild: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger
In der Nacht vor der Tat betrank sich der Rumäne ausgiebig, möglicherweise mit Whisky. Täter und Opfer sind in der Pferdehaltung tätig. Im Zeitraum von 7 bis 7.10 Uhr früh Uhr kam es dann am gemeinsamen Arbeitsplatz im Stall zu einer Auseinandersetzung. Sie soll ihn „blöd“ angeredet haben. Daraufhin griff er zu einem dreißig Zentimeter langen Küchenmesser, das im Stall lag, um damit Heuballen aufzuschneiden. Der Verdächtige soll seinem Opfer mit der 15 Zentimeter langen Klinge zwei Mal in den Rücken und einmal in den Arm gestochen haben.
Bei einem Haus gab es keine Hilfe
Sie konnte flüchten, er rannte ihr nach. Zuerst versuchte die Frau vergeblich, bei einem Haus Hilfe zu bekommen. Dann blieb aber Gott sei Dank ein Autofahrer aus St. Johann am Walde stehen und ließ die blutende Frau einsteigen. Er selbst hatte seine schwangere Frau an Bord. Der Rumäne war hinterhergerannt und versuchte, sein Opfer aus dem Wagen herauszuzerren. Dabei kam es zu einem Gerangel mit dem Helfer, wobei der Angreifer den Kürzeren zog. Als der Helfer mit dem Opfer wegfuhr, stach der Rumäne noch mehrmals auf den Wagen ein. Er wurde ca. 20 Minuten später festgenommen, leistete keinen Widerstand. Die Tatwaffe wurde gegen 9 Uhr vom Diensthund „Warrior“ entdeckt.
Kein „Rücktritt vom Versuch“
Dem mutmaßlichen Messerstecher steht eine Anklage wegen Mordversuchs ins Haus. Auch interessant: Wäre er seinem Opfer nicht nachgerannt, hätte sein künftiger Verteidiger auf „Rücktritt vom Versuch“ plädieren können. In der ersten Einvernahme hatte der Rumäne gesagt, dass er die Frau töten wollte. Am Samstag schwächte er diese Aussage etwas ab. Die Staatsanwaltschaft hat einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt.
Opa kümmert sich nun um die beiden Kinder
Die beiden Kinder des Opfers, sie sind acht und zehn Jahre alt, wurden vom Jugendamt an den Großvater, der in Polen lebt, übergeben. Dieser kümmert sich vorläufig um die beiden.
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