Da dürften die Erben eines Hauses im Bezirk Vöcklabruck (Oberösterreich) nicht schlecht gestaunt haben: Als sie im Juni dieses Jahres den Keller räumen wollten, stießen sie dort auf eine verschlossene Stahltüre. Dahinter verbarg sich ein illegales Waffenlager. Das Innenministerium rät dazu, sofort die Behörden einzuschalten, wenn man Derartiges findet.
Insgesamt 16 Lang- und acht Kurzwaffen, acht Munitionskisten, Kriegsmaterial, neun Messer, sieben Schwerter und ein Bajonett wurden gefunden und von Beamten der Polizeiinspektion Vöcklabruck sichergestellt. Da der Besitzer des Waffenarsenals verstorben war, wurde das Verfahren eingestellt.
Waffen besser abgeben
Das Bundesministerium für Inneres (BMI) nimmt den aktuellen Fall zum Anlass, um auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass gefundene oder unbefugt besessene Schusswaffen und Sprengmittel ohne Strafe an die Behörden übergeben werden können. „Durch das verantwortungsbewusste Handeln der Erben wurde verhindert, dass ein solches Waffenarsenal in Umlauf gelangt“, heißt es seitens des BMI.
Oftmals ist der Besitz illegaler Sprengmittel und Waffen nicht auf kriminelle Absicht zurückzuführen, sondern resultiert aus Erbschaften oder Zufallsfunden. Besonders problematisch sind illegale Sprengmittel, die aus früheren Kriegshandlungen im In- und Ausland stammen. Aufgrund ihrer Langlebigkeit kann von diesen auch nach vielen Jahre noch große Gefahr ausgehen.
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