Rudolf Leitner-Gündberg bespielt das ehemalige Kloster Polirone in der Provinz Mantua, Italien, mit einer großen Werkschau. Rund 80 Gemälde und Installationen sind zu erleben, eindrucksvoll inszeniert in historischen Räumen. Der Künstler mit Linzer Wurzeln ist einer der bedeutendsten Maler Österreichs.
Rudolf Leitner-Gründberg (71) zählt zu den wichtigsten österreichischen Malern der Gegenwart.
Der gebürtige Linzer, der im Mostviertel lebt und arbeitet, hat nun in der Provinz Mantua, Italien, eine außergewöhnliche Ausstellung: Er bespielt das historische Klosterensemble von Polirone mit einer Personale, die vier Jahrzehnte seines Schaffens überspannt.
Mathilde von Canossa
Leitner-Gründberg schwärmt über diese „engere Verbindung mit Italien, die in dieser Weise noch nie war“, wie er zur „Krone“ sagt. Noch dazu „nachdem ich mich kurz vorher intensiv mit dem Leben von Mathilde von Canossa beschäftigt habe.“ Die mächtige italienische Markgräfin war eine der einflussreichsten Frauen des Mittelalters und sie hatte eine enge Verbindung zu San Benedetto Po.
Bilder und Installationen in fast allen Räumen
Der Linzer Kunstexperte Peter Assmann, Paola Artoni und Paolo Bertelli kuratierten die umfassende Werkschau, die sich durch zahlreiche Räume im gesamten Klosterambiente zieht.
Leitner-Gründberg zeigt hier rund 80 großformatige Werke, spezieller Höhepunkt ist eine Installation im ehemaligen Kapitelsaal. Sein „Markenzeichen“ in der Kunst ist Gold, das er auf der Leinwand als „Urgrund“ für strahlende, poetische Kompositionen verwendet.
Die starke Ausdruckskraft des Lebens
Er entwickelt sein Werk aus der Verbindung von Malerei, Symbolik und philosophischen Fragen. Motive wie Krone, König und Königin verwendet er als Sinnbilder für Würde, Identität, Vergänglichkeit und die menschliche Existenz. Diese Themen formuliert er seit Jahrzehnten in zahlreichen Bildserien und Großprojekten, er erreicht dabei ästhetische Dichte und existenzielle Tiefe. Zugleich formuliert er die vibrierende Ausdruckskraft des Lebens an sich in den Bildwerken. Erinnerung, Historie und Gegenwart verschwimmen. Ebenso wie Figurales, Impressionistisches und Informel.
Mit Unterstützung aus Österreich
Die beachtliche Ausstellung von Rudolf Leitner-Gründberg in Italien kam durch eine Gruppe von Sponsoren aus Österreich zustande. Sie ist noch bis 27. September zu sehen.