Das seit Juni geltende neue Öffi-Tarifsystem in Vorarlberg erhitzt die Gemüter. Die Fahrgäste ärgern sich über Preiserhöhungen und sind von der Komplexität überfordert, die Gewerkschaft beklagt, dass der Frust auf die Buslenker abgeladen wird. Nun schalten sich auch die Grünen ein und sparen nicht mit Kritik an Verkehrslandesrat Christof Bitschi (FPÖ).
Grünen-Klubobmann Daniel Zadra lässt an der von Bitschi ausverhandelten Tarifreform im öffentlichen Verkehr kein gutes Haar: „Tickets sind teurer geworden, Züge halten nicht mehr dort, wo sie bisher gehalten haben und niemand versteht, warum es für die ein und dieselbe Strecke unterschiedlich hohe Preise gibt.“ Zadra fordert Bitschi dazu auf, das „von ihm zu verantwortende Chaos umgehend zu reparieren“.
Zadra sieht grobes Missmanagement
Der grüne Klubobmann, der früher selbst Mobilitätslandesrat war, wirft seinem Nachfolger grobes Missmanagement vor. So hätte sich Bitschi bereits im Vorfeld dafür einsetzen müssen, dass die Bevölkerung über geänderte Fahrzeiten oder neue Haltestellen umfassend informiert wird: „Die Menschen zahlen höhere Preise, stehen ahnungslos an den Bahnhöfen und der Zug kommt nicht oder fährt nicht bis zur gewohnten Haltestelle. Schwarz-Blau hat wieder von oben herab und ohne Kommunikation Maßnahmen durchgeboxt, die die Menschen jetzt vor Probleme stellen“, schimpft Zadra.
Schwarz-Blau hat wieder von oben herab und ohne Kommunikation Maßnahmen durchgeboxt, die die Menschen jetzt vor Probleme stellen.
Daniel Zadra, Grünen-Klubobmann
„Schwarz-Blau macht das nun kaputt“
Letztlich stehe das Wirrwarr sinnbildlich für eine Politik, die sündteure Straßen und Tunnelprojekte priorisiere, während nachhaltige Formen der Mobilität zunehmend aufs Abstellgleis geraten würden: „Vorarlberg hat sich in den vergangenen Jahren zum Öffi-Land Nummer eins entwickelt. Die schwarz-blaue Landesregierung macht das nun kaputt!“
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