Schweres Zugunglück

England: Ein Toter und Dutzende Schwerstverletzte

Ausland
20.06.2026 15:12
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem Zusammenstoß zweier Züge nördlich von London am Freitagabend, bei dem ein Mensch getötet worden ist, befinden sich neun Menschen in kritischem Zustand. 28 Personen sind laut Polizei weiter mit teils schwersten Verletzungen im Krankenhaus.

Zu dem Unglück kam es am Freitag um 17.15 Uhr Ortszeit in Elstow bei Bedford. Auf Bildern in britischen Medien waren die beschädigten Züge zu sehen. In sozialen Medien kursierten nach dem Unfall Berichte, wonach es sich nicht um einen Frontalzusammenstoß handelte. Betroffen waren zwei Passagierzüge der Gesellschaft East Midlands Railway (EMR), die zusammengestoßen waren, wie Geschäftsführer Will Rogers sagte.

Premierminister Keir Starmer zeigte sich bestürzt. „Meine Gedanken sind bei der Familie der Person, die leider ihr Leben verloren hat, und bei den Schwerverletzten“, erklärte er. Laut der Gewerkschaft RMT handelt es sich bei dem Toten um den Zugführer. Angehörige von Fahrgästen wurden aufgerufen, nicht zur Unfallstelle zu reisen.

Augenzeugen: „Menschen weinten und schrien“
Fahrgäste berichteten der Nachrichtenagentur PA zufolge, dass Menschen bei dem Aufprall gegen Sitze geschleudert worden seien. Es sei Rauch zu sehen gewesen. Menschen „weinten und schrien“, sagte demnach ein Passagier. Dutzende Einsatzkräfte, Hubschrauber und Rettungswagen waren vor Ort.

Ein von einem Fahrgast in den sozialen Medien veröffentlichtes Video zeigte die ineinander verkeilten Züge. Der Bahnbetreiber East Midlands Railway stellte den Zugverkehr von und nach London für den Rest des Tages ein. Auch die Verbindung zwischen Luton und Bedford war gesperrt.

In den sozialen Medien kursieren Bilder und Videos:

Lucy D‘Orsi von der British Transport Police erklärte am Samstag, es sei noch unklar, wie es zu dem Unfall gekommen war. Spezialisierte Ermittler seien dabei, den Sachverhalt aufzuklären und den Hergang des Vorfalls zu ermitteln. Die Öffentlichkeit solle bis zu einem Ergebnis von Spekulationen absehen, so die Beamtin.

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