Keiner kann nachvollziehen, wie es zu diesem Nasenbeinbruch gekommen ist. Fix ist nur: Es war auf einem Faschingsgschnas im Burgenland.
Eine wahrlich diffizile Ausgangslage: Zwei weitschichtige Verwandte sind einander bei einem Faschingsgschnas in die Haare gekommen. Einen Nasenbeinbruch später treffen sich die jungen Südburgenländer am Landesgericht Eisenstadt. „Ich war blutüberströmt“, sagt das Opfer. „Es war ein Gerangel, nicht mehr“, sagt der vermeintliche Täter. Ein Anwalt bringt einen möglichen Erklärungsansatz ins Spiel: „Die waren nudlfett.“
Es tun sich Erinnerungslücken auf. Das spätere Opfer habe, so die Darstellung vor Gericht, „gegen einen Busch uriniert“. Ob dabei auch derbe Worte gefallen sind, bleibt unklar.
Um Entschuldigung gebeten
„Ich weiß es nicht“, so der Angeklagte. „Er ist auf mich zugekommen, hat mich gepackt und wir sind im Graben gelandet. Und aus.“ Er habe sich heimbringen lassen und am nächsten Tag um Entschuldigung gebeten. Wofür genau? „Das kann ich heute nicht mehr sagen.“
Kein öffentliches Urinieren
Auch der Mann mit dem Nasenbeinbruch dürfte an diesem Abend sturzbetrunken gewesen sein. Er gibt an, auf einer Bank gesessen und eine Kontroverse mitangehört zu haben. Öffentlich uriniert habe er jedenfalls nicht. Den Streit habe er schlichten wollen. „Dann hat ein Wort, das andere ergeben. Vielleicht.“
Die Richterin mahnt beide Männer zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Alkohol. Der Angeklagte wird im Zweifel freigesprochen. Er nickt und geht.
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