Jetzt droht den japanischen Fans Ärger in der Heimat! Während die Fußball-Welt sie für ihre Stadion-Aufräumaktionen nach den WM-Matches feiert, hagelt es Kritik von japanischen Frauen.
Bei der WM werden die Fans der japanischen Fußball-Nationalmannschaft gerne gesehen. Immerhin sind sie dafür bekannt, nach den Matches der „Samurai Blue“ ihren Block im Stadion gründlich aufzuräumen. So geschehen auch beim Auftaktmatch gegen die Niederlande (2:2) in Dallas.
Auch die Kicker selbst hinterlassen ihre Kabine makellos. Damit sorgen die Japaner für große Begeisterung in der gesamten Fußball-Welt. Im Internet verbreiten sich die Bilder der Aktion immer rasend schnell. Doch ausgerechnet in der Heimat gibt es deshalb nun Ärger.
Jetzt hängt der Haussegen schief
In Japan machen derzeit nämlich Frauen ihrem Ärger Luft. Auf Social-Media-Plattformen fordern sie die männlichen Fußball-Fans dazu auf, im Haushalt auch so großes Engagement zu zeigen. Der Vorwurf: Vor den TV-Kameras würde man einen guten Eindruck erwecken, zurück in Japan hingegen würden die männlichen Fans im Haushalt aber nicht mehr mit anpacken.
Angelehnt an eine Plakat-Kampagne aus der U-Bahn von Tokio, werden Slogans geteilt, die Männer zur Mitarbeit in den eigenen vier Wänden auffordern. Ergänzt werden die Posts auch durch Statistiken, die aufzeigen, dass japanische Männer bei der Mitarbeit im Haushalt im internationalen Vergleich schlecht abschneiden.
Doch auch von anderer Seite droht den WM-Fans jetzt Ungemach. Während sie sich in den Stadien fernab der Heimat als besonders reinlich präsentieren, sieht es bei Großveranstaltungen in Japan häufig anders aus. Dort liegt oft noch wochenlang Müll herum. Auch hier lautet der Tenor: Man solle sich doch auch in der Heimat künftig mehr ins Zeug legen. Auf die Rückkehr nach Japan dürfte sich also nicht jeder Fan freuen ...
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