Das hat nicht lange gedauert! Nur wenige Tage nach einem diplomatischen Durchbruch haben die iranischen Revolutionsgarden Berichten zufolge die Straße von Hormuz wieder für geschlossen erklärt. Israel würde sich nicht „an den Deal“ halten.
Die wichtige Handelsstraße bleibe geschlossen, „da der Rückzug Israels aus dem Libanon sowie die vollständige Aufhebung der Seeblockade und der Abzug der US-amerikanischen Terrortruppen aus dem Persischen Golf und der Region zu den Hauptbedingungen des Abkommens zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten gehören“, wurden Schiffe von der Marine der Revolutionsgarden per Funk gewarnt.
Bei Annäherung wird mit Angriffen gedroht
Frachter wurden aufgefordert, sich „aus Gründen ihrer Sicherheit und ihres Schutzes“ der Wasserstraße nicht zu nähern. „Jedes Schiff, das dieser Anweisung zuwiderhandelt, wird angegriffen“, hieß es in der Mitteilung auf den Schifffahrtsfrequenzen in der Nähe der Wasserstraße. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es bislang nicht.
In sozialen Medien wird der Funkspruch geteilt:
Die iranische Behörde für die Straße von Hormuz (PGSA) erklärte auf X, dass die Durchfahrt nur unter der Voraussetzung möglich sei, wenn ein „konformer Antrag“ eingereicht werde.
Erst vor wenigen Tagen wurde unter Vermittlung Pakistans und Katars ein Rahmenabkommen ausgehandelt, mit der Absicht, binnen 60 Tagen einen endgültigen Vertrag für eine umfassende Friedenslösung zu erzielen. Die Rahmenvereinbarung sah auch eine Öffnung der monatelang blockierten Straße von Hormuz vor.
Dies sei von US-Seite bereits passiert, teilte das US-Militär am Donnerstag mit. US-Kriegsschiffe würden aber „in dem weiteren Gebiet bleiben“. Daraufhin verließen drei saudische Öltanker und ein mit Flüssiggas beladenes französisches Schiff den Persischen Golf.
Vance verschob Reise zu Gesprächen kurzfristig
Am Freitag hätten Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz stattfinden sollen – doch US-Vizepräsident JD Vance hatte sein Kommen kurzfristig abgesagt. Die logistischen Vorbereitungen der Verhandlungen mit dem Iran seien „noch nie einfach oder vorhersehbar“ gewesen, erklärte ein Sprecher dazu. Die Gespräche sollten demnach am Wochenende beginnen.
Am Freitag erklärte schließlich auch das Schweizer Außenministerium, dass die Gespräche verschoben seien. Dennoch setze die Regierung „die Vorbereitungsarbeiten fort“, um die Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt „moderieren“ zu können.
Abkommen äußerst umstritten
In Europa und den USA ist das Abkommen umstritten. So sieht sich US-Präsident Donald Trump nicht nur mit Kritik der Opposition, sondern auch aus den Reihen seiner Republikaner und rechtsgerichteter Medien konfrontiert. Viele Kritiker der Vereinbarung missbilligen, dass Iran Milliardenhilfen für den Wiederaufbau erhalten soll und bisher keinerlei Zugeständnisse bei seinem Raketenprogramm gemacht hat.
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