Ein Kind unter Opfern
Kiew schutzlos: Drei Tote bei Russen-Luftangriffen
Russland nutzt die Machtlosigkeit der Ukraine gegen ballistische Raketen aus: In der Nacht hat die russische Armee neue Luftangriffe auf Wohngebiete getätigt. Dabei wurden mindestens drei Menschen getötet, darunter auch ein Kind.
Sie wurden Opfer einer Attacke auf den Kiewer Vorort Browary. Dabei wurden auch zwei Erwachsene und ein Kind verletzt, so die ukrainischen Behörden. Bei der nächtlichen Welle von Angriffen auf ukrainische Städte kamen demnach neben ballistischen Raketen auch Drohnen und Gleitbomben zum Einsatz. Ein Wohnhaus, mehrere andere Gebäude und Autos wurden beschädigt.
Wieder keine Rakete abgefangen
Erst vor wenigen Tagen waren bei einer Bahnstation in Browary acht Menschen durch russischen Raketenbeschuss getötet worden. Schon die Angriffswelle in der Nacht auf Mittwoch mit zahlreichen Toten in Kiew und Umgebung hatte die derzeitige Schutzlosigkeit der Ukraine gegenüber ballistischen Raketen der Invasoren einmal mehr offengelegt. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte die russische Armee Dutzende ballistische Raketen verschiedener Typen ein, von denen keine einzige abgefangen werden konnte.
Ukraine fehlt Munition
Weil es den ukrainischen Streitkräften nach viereinhalb Jahren Krieg an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland die Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew und andere Städte verstärkt. Als effektivste Abwehr gegen ballistische Raketen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzufangen sind, gelten die von den USA produzierten Patriot-Systeme.
Die ukrainische Armee hat mehrere davon, aber nicht genügend Munition. Ein Grund dafür: Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat die weltweiten Munitionsbestände zusätzlich verknappt. In Kiew wächst die Furcht, dass ungehinderte Raketenangriffe im kommenden Winter die Infrastruktur des Landes erneut schwer schädigen und die Menschen in der Ukraine in noch größere Not bringen könnten.









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