Sorge um Flugverkehr
Aschewolke und Lavaströme bei Vulkan Ätna
An einem Krater des Vulkans Ätna ist am Sonntag erneut intensive explosive Aktivität registriert worden. Der Vulkan auf Sizilien war vor mehr als einer Woche ausgebrochen. Seither wurden Hunderte Flüge gestrichen oder umgeleitet.
Nach Angaben des Betreibers wurden zwischen dem 6. und 12. August rund 36 Prozent Flüge gestrichen, die für Catalania geplant waren. Die Betreibergesellschaft SAC bezeichnete die Auswirkungen auf die Flughafeninfrastruktur als die schwersten der vergangenen 20 Jahre. Am heutigen Sonntag verlief der Flugverkehr auf dem größten Airport der italienischen Insel aber normal.
Der Ätna ist Europas aktivster Vulkan. Ausbrüche kommen regelmäßig vor. Was diesen Ausbruch jedoch tückisch macht, ist der lang anhaltende Ascheausstoß. Erschwerend hinzu kamen konstante Winde nach Süden, die die Asche über den Flughafen trieben.
Das vulkanische Tremor-Signal, das Hinweise auf die im Inneren des Vulkans vorhandene Energie in den Magmakanälen gibt, ist am Sonntag wieder angestiegen. Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) ließ die Warnstufe für den Flugverkehr zunächst auf Orange. Lava wurde aus Öffnungen in Höhen von 2750 und 1990 Metern über dem Meeresspiegel ausgestoßen. Die am weitesten vorgedrungenen Lavaströme haben demnach eine Höhe von 1395 Metern erreicht.
Zwischen 9.40 und 12.40 Uhr kam es zu kurz andauernden Explosionen am Nordkrater. Dabei entstand eine neue Aschewolke, die sich im Gipfelbereich verteilte. Auch die seismische Aktivität verstärkte sich deutlich.









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