Erste Gegenbewegung

Zustimmung für queere Menschen sinkt zunehmend

Ausland
09.06.2026 10:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die gesellschaftliche Akzeptanz von LGBT+-Menschen ist weltweit weiterhin relativ hoch, hat aber seit 2021 in vielen Bereichen spürbar nachgelassen. Besonders kontrovers sind Transgender-Themen. Die höchsten Akzeptanzwerte verzeichnen Spanien und Thailand.

Einer internationalen Ipsos-Studie* zufolge sagen derzeit 49 Prozent, queere Menschen sollten offen mit ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechteridentität umgehen – ein Rückgang um sechs Prozentpunkte im Vergleich zu 2021.

66 Prozent befürworten weltweit die Ehe oder rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Das sind acht Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren.

Positiv: Gleichgeschlechtliche Beziehungen und Ehen werden in vielen Ländern mehrheitlich ...
Positiv: Gleichgeschlechtliche Beziehungen und Ehen werden in vielen Ländern mehrheitlich akzeptiert.(Bild: EPA/Antonio Lacerda)

Frauen stimmen eher zu
Ein besonders auffälliges Ergebnis: Bei vielen LGBT+-Fragen sind junge Frauen deutlich zustimmender als junge Männer. Die Generation Z identifiziert sich häufiger als LGBT+ als ältere Generationen.

Auch für Deutschland zeigt die Studie nachlassende Zustimmungswerte. 44 Prozent und damit weniger als die Hälfte der Deutschen halten es laut Studie für richtig, dass queere Personen hinsichtlich sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität offen leben. Damit liegen unsere Nachbarn im internationalen Vergleich im hinteren Drittel – noch hinter Ländern wie Irland (59 Prozent), den USA (49) oder Polen (45) sowie dem internationalen Durchschnitt (49). Für Österreich liegen keine Daten vor.

Transgender-Themen spalten deutlich stärker
Während Rechte von homosexuellen Menschen in vielen Ländern relativ breit akzeptiert werden, sind die Meinungen bei Trans-Themen deutlich kontroverser. 

*Das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen hat die Studie „Ipsos LGBT+ Pride Report 2026“ in 26 Ländern anlässlich des Pride Month erhoben – ein Monat im Zeichen der Rechte für lesbische, schwule, bisexuelle, Trans- und queere Menschen. Befragt wurden vom 24. April bis 8. Mai insgesamt 19.019 Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren. In 16 der 26 befragten Länder ist laut Ipsos die Internetdurchdringung so hoch, dass die Stichproben als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung in den untersuchten Altersgruppen angesehen werden können. 

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