Kuriose Entwicklung

Zu viele Ex-Premierminister: Harry muss warten

Royals
24.07.2026 16:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Prinz Harry muss sich derzeit gedulden. Der Grund ist fast schon kurios, aber doch sehr britisch: Weil derzeit neun ehemalige Premierminister gleichzeitig Polizeischutz benötigen, muss Prince Harry weiter darauf warten, dass über sein Sicherheitrisiko bei UK-Besuchen endgültig entschieden wird. 

Eigentlich sollte die Sicherheitslage des Duke of Sussex bereits im März 2024 neu bewertet werden. Dabei geht es um eine für Harry entscheidende Frage: Soll er bei Besuchen in Großbritannien wieder automatisch staatlichen Polizeischutz erhalten? Doch aus der geplanten Prüfung wurde nichts. Stattdessen landete der Fall im Wartestapel der Behörden.

Enormer Personalaufwand
Wie die britische Zeitung „The Times“ berichtet, herrscht beim zuständigen Sicherheitsgremium Ravec (Royal and VIP Executive Committee) nämlich derzeit Ausnahmezustand.

Prinz Harry nimmt in Großbritannien, beschützt von einer eigenen Security, an Veranstaltungen ...
Prinz Harry nimmt in Großbritannien, beschützt von einer eigenen Security, an Veranstaltungen für seine Invictus Games teil. Polizeischutz bekommt er als nicht arbeitendes Mitglied der Royal Family aber nicht.(Bild: AP/Heathcliff O'Malley)

Der Grund: Großbritannien erlebt einen historischen Sonderfall. Nach den turbulenten Regierungswechseln der vergangenen Jahre – zuletzt kam Keir Starmer dazu – müssen aktuell gleich neun ehemalige Premierminister geschützt werden. Für die Sicherheitsbehörden bedeutet das einen enormen Personalaufwand, insbesondere bei bewaffneten Spezialeinheiten.

Sie haben Vorrang:

John Major (1990-1997)Tony Blair (1997-2007)Gordon Brown (2007-2010)David Cameron (2010-2016)Theresa May (2016-2019)Boris Johnson (2019-2022)Liz Truss (2022)Rishi Sunak (2022-2024)Keir Starmer (2024-2026)

Zu wenige Polizisten für Rekordzahl an Ex-Premiers
Ein Insider bringt die Lage auf den Punkt: „In Harrys Fall geht es nicht nur um Harry.“ Vielmehr seien die verfügbaren Kräfte durch die Rekordzahl ehemaliger Regierungschefs stark gebunden. Die Folge: Routineüberprüfungen und Neubewertungen wurden für mehrere Monate ausgesetzt.

Für Harry ist das eine weitere Frust-Nachricht im Dauerkampf um seine Sicherheit. Seit seinem Rückzug aus dem Königshaus im Jahr 2020 streitet er mit den britischen Behörden darüber, welchen Schutz er und seine Familie bei Aufenthalten in Großbritannien erhalten sollen. Mehrfach zog der Prinz bereits vor Gericht, um gegen Entscheidungen des Innenministeriums vorzugehen, dass er kein Anrecht auf Polizeischutz hätte.

Als er im Juli für seine Invictus Games in Großbritannien war, holte er seine Ehefrau Meghan und die Kinder Archie und Lilibet deshalb auch nur heimlich für einen Besuch bei König Charles auf dessen Landsitz Highgrove sowie einen Abstecher zu seinem Onkel Charles Spencer in Althorp nach Großbritannien. In Althorp soll er mit den Kindern Blumen am Grab ihre Großmutter, Prinzessin Diana, abgelegt haben. 

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