Pkw-Sparte schwächelt

Mercedes steigerte Gewinn um 13,5 Prozent

Wirtschaft
28.07.2026 10:06
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Autobauer Mercedes-Benz hat seinen Gewinn seit Langem wieder gesteigert. Das schwache Geschäft in China zieht die Pkw-Sparte allerdings nach unten. Die Ergebnisse der Sparten Vans und Financial Times im zweiten Quartal 2026 waren besser.

Insgesamt stieg der Gewinn von Mercedes im zweiten Quartal um 13,5 Prozent. Das Konzernergebnis betrug rund 1,09 Milliarden Euro. Zuletzt hatte der Stuttgarter Autobauer vor drei Jahren, im zweiten Quartal 2023, ein Plus beim Konzernergebnis im Vorjahresvergleich erzielt. Der Umsatz betrug zuletzt 32 Milliarden Euro, dieser ist etwas zurückgegangen.

Man habe die Effizienz und Produktivität weiter verbessert, hieß es in einer Mitteilung. Kostenmaßnahmen aus einem Sparprogramm hätten das Ergebnis im zweiten Quartal gestützt. Bis Ende März 2026 lief etwa ein Abfindungsprogramm, das 5500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland in Anspruch genommen haben. Diese waren etwa in der Verwaltung oder IT tätig. Zudem verschob der Autobauer eine tarifliche Sonderzahlung und trat eine Diskussion über Arbeitskosten in Deutschland los, indem er mitteilte, dass für das gleiche Geld mehr gearbeitet werden solle. 

„Mehr neue Modelle“
In der zweiten Jahreshälfte konzentriere man sich jetzt darauf, „mehr neue Modelle zu unseren Kundinnen und Kunden zu bringen und unsere Kostenposition sowie Produktivität weiter zu verbessern“, sagte Mercedes-Chef Ola Källenius. Im zweiten Quartal hat ein deutliches Minus in China erneut für einen Absatzrückgang gesorgt. Der Konzern verkaufte rund 512.000 Pkw und Vans, was ein Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal ist. Bei den Autos ging der Absatz in China gar um 30 Prozent zurück.

Laut Mitteilung sind die Ursachen ein verstärkter Marktdruck, ein weniger günstiger Modellmix sowie Kosten im Zusammenhang mit Anlaufkampagnen. Das Unternehmen hat Teile seiner Prognose für dieses Geschäftsjahr daher angepasst. So wird nun etwa mit einem Pkw-Absatz leicht unter dem Vorjahresniveau gerechnet.

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