An die 10.000 Teilnehmer verwandelten dieser Tage Graz zum Gastro-Hotspot Europas: Zur Rolling-Pin-Convention kamen auch die deutschen Starköche Tim Mälzer und Tim Raue – und von ihnen gab’s auch viel Lob für die Grüne Mark.
Knapp 10.000 Teilnehmer aus nah und fern und 100 meist hochkarätige Vortragende – die Rolling Pin Convention in Graz ist mittlerweile das zweitgrößte Food-Symposium Europas. Und auch diesmal gab sich die Crème de la Crème der Herdkünstler aus dem In- und Ausland in der Messehalle ein Stelldichein.
Richtig emotional wurde es schon Montagabend, als Johann Lafer für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Der gesundheitlich leider schwer angeschlagene Weltsteirer erhielt stehende Ovationen: „Gerade kämpfe ich um meine größte Auszeichnung, Gesundheit – danke für eure Unterstützung!“
Tim Raue hat in Graz eine zweite Heimat gefunden
Am Dienstag gaben sich dann die germanischen Star-Köche die Klinke in die Hand. Allen voran natürlich TV-Liebling Tim Mälzer. Der „Kitchen impossible“-Macher machte um seine Steiermark-Liebe keinen Hehl. „Leider bin ich ja sehr selten in Graz, aber die Steiermark ist für mich einfach das kulinarische Nonplusultra“, verriet der Hamburger der „Krone“. „Ihr Steirer seid relativ direkt, so wie wir Norddeutsche, und ich mag einfach euren Schmäh. Nur braucht’s halt mehr Flüge nach Hamburg.“
Vor Mälzer stand auch Tim Raue auf der Bühne. Der Zwei-Sterne-Koch ist ja der Liebe wegen regelmäßig in der Murmetropole. Seine Lieblingslokale: „Ganz klar das Standl 5 am Hauptplatz und für Fisch das El Pescador.“ Sein Rezept für ein gutes Restaurant: „Man muss den Menschen was bieten. Sie wollen ja dem Alltag entfliehen, und das geht nur in einem guten Gastronomiebetrieb.“
Von der Veranstaltung selbst ist der gebürtige Berliner, wie auch all seine anwesenden Kollegen, begeistert: „Diese Convention ist einmalig, so etwas gibt’s sonst nirgends – und die Energie hier ist einfach unglaublich.“
„Ich hab von allen Nacktfotos“
Rolling-Pin-Mastermind Jürgen Pichler war naturgemäß happy: „Die Tausenden Teilnehmer hier beweisen es, die Gastro lebt – nur schlechtgemachte Gastro ist tot.“ Wie er all die kulinarischen Schwergewichte nach Graz lotst? „Ich hab natürlich von allen Nacktfotos“, scherzt Pichler. „Ernsthaft, das geht nur über ein Netzwerk und über gegenseitiges Vertrauen.“
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