Aufregung in Oberösterreich: Nach einem Sprengstoff-Fund im fast ausgetrockneten Nussensee am Sonntagmorgen war zuerst ein kleiner Teil gesperrt worden. Nachdem auch an einer anderen Stelle Munition aufgetaucht war, wurde nun der ganze See gesperrt. Ein Sondereinsatzkommando durchstöbert jetzt den Seeboden.
Wer einen Sonntagsausflug zum Nussensee bei Bad Ischl geplant hat, für den gibt es jetzt schlechte Nachrichten: Aufgrund eines behördlichen Platzverbots fällt der Besuch an dem beliebten See ins Wasser – trotz rekordverdächtig niedriger Pegelstände – wie MeinBezirk berichtete.
Explosiver Grund für Sperre
Der Grund dafür ist explosiv: Am Sonntagmorgen war am Seeboden Sprengstoff gefunden worden. „In der Früh war nur ein gewisser Bereich gesperrt, wo die ersten Sprengmittel aufgetaucht sind. Dann wurde aber auch auf der anderen Uferseite noch etwas entdeckt“, berichtet Bürgermeisterin Ines Schiller (SPÖ). Zu Mittag wurde seitens der Bezirkshauptmannschaft der gesamte Uferbereich samt dem Rundweg gesperrt, während ein Sondereinsatzkommando der Bundespolizei den Seegrund absucht.
Viele Besucher
„Aktuell kommen viele Leute den See besuchen, weil der Wasserstand so niedrig ist. Daher wäre es viel zu gefährlich, wenn jemand in die Nähe der Sprengmittel gehen könnte“, so die Bürgermeisterin weiter. Im Gespräch mit der „Krone“ konnte sie sich nicht erinnern, den See schon jemals so trocken gesehen zu haben.
Wie lange die Sperre aufrecht bleibt, ist derzeit noch unklar. Vor vielen Jahren sei bereits einmal Munition im Nussensee gefunden worden. Es soll sich dem Vernehmen nach um Sprengmittel aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs handeln.
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