Schiffe gestoppt

Öltanker in Straße von Hormuz explodiert

Ausland
26.07.2026 17:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Während die Blockade der Straße von Hormuz weiterhin durchgesetzt wird, droht der Iran mit einer Ausweitung des Kriegsgebiets, falls die USA ihre Luftangriffe fortsetzen. Schon jetzt reiche das Kriegsgebiet von Jordanien bis zum Persischen Golf, hieß es am Sonntag. Unterdessen lief ein Öltanker iranischen Medienberichten zufolge auf eine Seemine auf und explodierte.

Der Tanker sei von einer vorgeschriebenen Route abgewichen, berichteten die dem Militär und den Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagenturen Defapress und Tasnim. Der Tanker habe zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet. Die iranischen Streitkräfte erklärten, sie setzten die Kontrolle über ein 240.000 Quadratkilometer großes Gebiet im Persischen Golf und der Straße von Hormuz durch. Diese Fläche entspricht etwa drei Mal dem österreichischen Staatsgebiet.

Auch die Angriffe auf militärische Einrichtungen der USA in Golfstaaten gehen weiter.
Auch die Angriffe auf militärische Einrichtungen der USA in Golfstaaten gehen weiter.(Bild: AFP)

Kein Schiff könne passieren, ohne die iranischen Vorschriften einzuhalten, hieß es. Versuche des US-Militärs, den Kurs von Schiffen zu ändern, würden mit „einer entschlossenen Reaktion und Warnschüssen beantwortet“. Als Folge seien die betroffenen Schiffe gezwungen, umzukehren.

Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai erklärte laut englischsprachigem Staatssender PressTV, es gebe keine Veränderung der Verkehrslage in der Straße von Hormuz. Der Sprecher verwies auf bilaterale Gespräche mit Vertretern des Oman, dessen Territorialgewässer einen Teil der internationalen Schifffahrtsroute umfassen.

Keine US-Angriffe in der Nacht auf Sonntag
US-Präsident Donald Trump sagte unterdessen, er habe noch nicht über größere Angriffe auf den Iran entschieden. Washington spreche derzeit mit Teheran, das in den Verhandlungen „immer ernsthafter“ werde. Ohne Abkommen drohte Trump dem Iran mit einem „weitaus höheren Niveau“ der Angriffe. Erstmals nach 13 aufeinanderfolgenden Nächten gab die US-Armee unterdessen keine erneuten Angriffe auf den Iran bekannt.

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