Nach Drohnenangriffen
Weltweite Sorgen: Kasachstan halbierte Ölförderung
Wegen ukrainischer Drohnenangriffe auf Öltanker hat Kasachstan seinen wichtigsten Exportterminal im russischen Teil des Schwarzen Meeres für eine Woche schließen müssen. Die Ölförderung des Landes wurde mehr als halbiert. Das könnte auch Auswirkungen auf Österreich haben.
Am Montag gab das kasachische Energieministerium wieder Entwarnung: Die Ölverladung sei wieder aufgenommen worden. Zwei Tanker würden mit Öl des vom US-Konzern Chevron geführten Konsortiums Tengizchevroil beladen. Der Produktionsausfall in Kasachstan dürfte die Sorgen über die weltweite Ölversorgung dennoch weiter verstärken.
Die Lage an den Energiemärkten gilt bereits wegen der faktischen Schließung der Straße von Hormuz und Risiken auf anderen wichtigen Seewegen als äußerst angespannt. Die Drohnenangriffe auf das Terminal stehen im Zusammenhang mit dem seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Die Ukraine will mit den Attacken eine wichtige Einnahmequelle Moskaus für seinen Angriffskrieg lahmlegen.
Extreme Abhängigkeit von Russland
Der Vorfall zeigt auch die extreme Abhängigkeit Kasachstans von Russland für seine Energieexporte. Die CPC-Pipeline ist die mit Abstand wichtigste Exportroute für das zentralasiatische Land, das zu den zehn größten Ölproduzenten der Welt zählt. Mehr als 80 Prozent der kasachischen Ölausfuhren laufen über diese 1500 Kilometer lange Leitung, die vom riesigen Tengiz-Ölfeld in Kasachstan zum russischen Hafen Noworossijsk am Schwarzen Meer führt.
Diversifizierung: Österreich importiert mehr aus den USA
Laut kürzlichen Angaben von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer sei beim Öl die Beschaffung in den vergangenen Monaten diversifiziert worden. Der hohe Importanteil aus Kasachstan von rund 55 Prozent sei auf 45 Prozent gesunken. Weniger werde auch aus Saudi-Arabien und dem Irak importiert, mehr dafür aus den USA und Guyana.









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