



Fix ist der Bau des Kongresszentrums auf dem Messegelände in Klagenfurt ab April 2027. Freude herrscht bei den Kärntner Messen über diese Weichenstellung für die Zukunft und auch über ein erfolgreiches Vorjahr.
„Ein hervorragendes Jahr für die Kärntner Messen!“, jubelt Aufsichtsratsvorsitzender Harald Kogler über 2025. Eine Betriebsleistung von mehr als neun Millionen Euro hatten die Kärntner Messen im Vorjahr; erstmals wurde diese Marke in einem Jahr ohne Holzmesse überschritten. „Während es in der mitteleuropäischen Messebranche die Kollegen herbeutelt, sind wir eine Ausnahmeerscheinung: Mit einem Cashflow von rund 535.000 Euro, mit 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Umsatz von etwa 323.000 Euro pro Mitarbeiter liegen wir an der Spitze.“




16 Eigenmessen mit 3100 Ausstellern und 202.000 Besuchern, dazu noch 150 Gastveranstaltungen mit weiteren 182.000 Besuchern – im Alpen-Adria-Raum sei Klagenfurt damit die Nummer eins.
20 Millionen sind nötig für den Bau des CCK und die Sanierung der Halle 5. Stadt und Land bringen je fünf Millionen auf, die Messen zehn Millionen Euro.
Harald Kogler, Aufsichtsratsvorsitzender der Kärntner Messen
Heuer werde die letzte Kreditrate für die Parkgarage zurückgezahlt und die Planungsarbeiten für das neue Kongresszentrum, das ja an der Stelle des heutigen Haupteinganges in der St. Ruprechter Straße entstehen soll, laufen auf Hochtouren.
Verfahren um Baugenehmeigung läuft
Der Wunsch nach einem Kongresszentrum besteht in Klagenfurt ja seit Jahrzehnten. Im Vorjahr konnten die Messen aber den ausgewählten Architekturentwurf präsentieren. „Nach dem letzten Tag der Freizeitmesse 2027 beginnt der Bau“, spricht Kogler den 5. April an. Derzeit arbeite die Stadt die Baugenehmigung ab. Für die Arbeiten, die ja Ende 2018 abgeschlossen sein sollen, seien Zeitreserven eingeplant. „Im Privaten ginge das natürlich anders, da müsste man sich anschnallen“, lächelt Kogler – und auch bei Beteiligungsreferent Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber schwingt mit, dass in Klagenfurt die zeitnahe Umsetzung eines Projektes nicht so selbstverständlich ist – siehe Hallenbad. „Es freut mich sehr, dass es tatsächlich zur Umsetzung kommt. Wichtig ist, dass alle Partner zum Zugesagten stehen“, betont Gruber. Im Hinblick auf die Kongressstandorte Villach und Pörtschach meint Gruber: „Klagenfurt kann und soll die Vorreiterrolle übernehmen; das liegt einer Landeshauptstadt inne – und bei den Kongressen schaffen wir das auch.“
Ein Euro Umsatz auf der Messe löst sieben Euro an zusätzlicher Wertschöpfung aus.
Ein Kongressgast generiert pro Tag mehr als 500 Euro an Wertschöpfung.
Motor für die Wirtschaft
Einig sind sich alle, welch starker Motor für die Wirtschaft die Messe und das Kongresszentrum sind und sein werden: „Jeder Euro Messeumsatz löst rund sieben Euro an zusätzlicher Wertschöpfung aus. Bei einem Jahresumsatz von neun Millionen Euro sprechen wir von 63 Millionen Euro wirtschaftlichem Nutzen für Kärnten“, so WK-Präsident Jürgen Mandl.
„Ein Kongressgast generiert täglich mehr als 500 Euro Wertschöpfung“, zitiert Bürgermeister Christian Scheider eine Studie.
Vorteil der kurzen Wege
Die Standortvorteile des neuen Congress Centers Klagenfurt unterstreicht Beteiligungsreferentin Stadträtin Constance Mochar: „Wenige Gehminuten vom Bahnhof und der Innenstadt entfernt – diese kurzen Wege sind ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im Kongressgeschäft.“
Das Congress Center Klagenfurt (CCK) soll dort entstehen, wo sich derzeit der Messehaupteingang befindet, in der St. Ruprechter Straße; an der Stelle des bisherigen Messefoyers. Die lichtdurchfluteten Räume können durch mobile Schiebewände aus Holz und Holzwerkstoffen in ihrer Größe verändert werden. Von kleinen Tagungen bis zu großen Kongressen ist alles möglich. Platz für bis zu 600 Personen wird geplant.
Die Investition beläuft sich auf 20 Millionen Euro. Stadt und Land bringen sich mit je fünf Millionen Euro ein, die Kärntner Messen mit zehn Millionen Euro. In den Investitionskosten von 20 Millionen Euro inkludiert ist die Sanierung der Messehalle 5, die bis zu 1400 Personen fasst.
Baubeginn soll nach dem letzten Tag der Freizeitmesse 2027 sein, also am 5. April. Ende 2028 soll das CCK fertiggestellt sein.
Jetzt schon laufen Gespräche mit Kongressveranstaltern, denn die Vorlaufzeit liegt bei mindestens einem Jahr, meist bei zwei Jahren. Und die Messegesellschaft ist bereits Mitglied im „Austrian Convention Bureau“.
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