Spielt mit Umbenennung

Trump zeichnet Karte der USA ein weiteres Mal neu

Außenpolitik
07.09.2026 17:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mit einer Flut an Postings auf seinem Truth-Social-Kanal sorgt US-Präsident Donald Trump einmal mehr für Kopfschütteln. Denn nach dem Golf von Mexiko und dem Ontariosee hat er sich jetzt ein drittes Objekt auf der Landkarte gesucht, das er „amerikanisieren“ will.

Denn der Präsident veröffentlichte unter anderem eine US-Landkarte, auf der er den Bundesstaat New Mexico umbenannt hat. Auf dem offenbar mithilfe von KI-generierten Bild ist der Name rot durchgestrichen und wurde durch „New America“ ersetzt (siehe Screenshot unten).

Ein Scherz?
Einen Kommentar, wie er plötzlich auf „New America“ kommt, gab Trump auf seiner Plattform nicht ab. Unklar bleibt daher weiterhin, ob der Präsident mit „New America“ einen Scherz machen wollte oder ob er tatsächlich die Namensänderung anpeilt. 

Dieses und ähnliche Bilder mit der gleichen Botschaft veröffentlichte Trump am Montag in einer ...
Dieses und ähnliche Bilder mit der gleichen Botschaft veröffentlichte Trump am Montag in einer Flut an Postings.(Bild: Screenshot/Truth Social)

Ein offizielles Dekret hat er dazu noch nicht unterzeichnet. Bisher gibt es trotz mehrerer Presseanfragen noch keine offizielle Stellungnahme vom Weißen Haus.

„Steht nicht zur Debatte“
Prompt kam dagegen eine Reaktion aus dem US-Staat: „Der Name New Mexico steht nicht zur Debatte“, schrieb die demokratische Gouverneurin Michelle Lujan Grisham auf der Plattform X. Dieser habe schon existiert, bevor es die Vereinigten Staaten überhaupt gegeben habe.

Sie warf dem Republikaner Trump vor, vom Iran-Krieg und dem starken Anstieg der Benzinpreise ablenken zu wollen. Während das Weiße Haus seine Zeit damit verschwende, Landkarten auszumalen, sorge ihr Team in „Nuevo México“ für Fortschritte, etwa bei der Gesundheitsversorgung oder kostenloser Kinderbetreuung, schrieb sie. Die Gouverneurin unterstrich mit dem spanischsprachigen Namen des Bundesstaats die tiefe Verankerung der spanischsprachigen Bevölkerung und deren Geschichte in New Mexico.

Will Trump auch Ozean umbenennen?
Möglich, dass der US-Präsident noch weitergeht. Als er jüngst die Umbenennung des Ontariosees, durch den die Grenze zu Kanada verläuft, in „Lake America“ anordnete, sinnierte bei der Unterzeichnung des Dekrets: „Wir haben einen Golf und einen See. Jetzt fehlt uns nur noch ein Ozean. Vielleicht werden wir also den Namen des Atlantiks oder des Pazifiks ändern müssen.“

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