In Restaurant serviert

Blogger-Hund in China gestohlen und geschlachtet

Ausland
09.06.2026 07:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein berühmter Hund eines Reisebloggers ist in China entführt, getötet und geschlachtet worden. Der achtjährige Border Collie „Chutou“ konnte mit seinem Besitzer, dem Reise-Influencer Guo, 1,5 Millionen Follower gewinnen. Das bewahrte ihn aber nicht davor, von Kriminellen geschnappt und an ein Restaurant verkauft zu werden ...

Jahrelang reiste der bekannte Hund durch China und begeisterte mit seinen Abenteuern seine Fangemeinde. Umso mehr erschüttert sein tragisches Ende: Als der chinesische Reise-Blogger Guo alleine zu einer Reise nach Georgien aufbrach und „Chutou“ bei seinen Eltern zurückließ, wurde der Vierbeiner von zwei Männern auf deinem Elektroroller verschleppt.

Sein Besitzer brach daraufhin seine Reise ab und versuchte, seinen treuen Begleiter wiederzufinden: Eine Überwachungskamera hatte die Entführung festgehalten. Und Guo schaffte es tatsächlich, einen mutmaßlichen Täter ausfindig zu machen. 

In diesem Beitrag sind Videos von „Chutou“ zu sehen:

Der verzweifelte Hundebesitzer bot dem Verdächtigen 10.000 Yuan (rund 1300 Euro), um seinen geliebten Vierbeiner zurückzubekommen, doch es war bereits zu spät. Der Mann erklärte, dass er „Chutou“ mit einem Streuner verwechselt und an ein Restaurant verkauft habe. Dieses Missverständnis ist für Guo allerdings nicht nachvollziehbar: Der Hund hatte ein Halsband und einen Peilsender. 

Dieb: „Ich habe kein Gesetz gebrochen“
Noch am selben Tag, an dem die Entführer den Hund für etwa 23 Euro verkauft hatten, wurde dieser geschlachtet und verspeist. Der Dieb zeigte keine Reue und erklärte dem verzweifelten Besitzer: „Der Hund ist tot, also hör auf, so ein Theater zu machen. Ich habe kein Gesetz gebrochen.“ Guo hoffte noch, wenigstens das Fell seines Haustiers zurückzubekommen. Doch ein Angestellter des Restaurants erklärte ihm, dass dieses bereits entsorgt worden wäre. 

Es sieht so aus, als würden die Hundediebe ungestraft davon kommen: Obwohl Guo Anzeige bei der Polizei erstattete, wird diese wohl keine Ermittlungen aufnehmen. In China gibt es kein Gesetz zum Schutz von Haustieren. Die Exekutive handelt nur, wenn der Wert des Diebesgutes mehr als 2000 Yuan (etwa 255 Euro) beträgt. Guo muss nun beweisen, dass „Chutou“ zum Tatzeitpunkt einen höheren Wert hatte. Nur, wenn ihm das gelingt, droht den Verdächtigen eine Haftstrafe von drei Jahren. 

Der tragische Fall sorgte weltweit für Entsetzen: Nur in wenigen Regionen Chinas ist der Verzehr von Hunden und Katzen verboten, vielerorts wird deren Fleisch noch als Delikatesse serviert. Seit wenigen Jahren werden Hunde in dem Reich der Mitte zumindest nicht mehr offiziell als Nutztiere angeführt. 

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