Alarmierende Zahlen
Bereits mehr als 100 Tote durch Ebola im Kongo
Das Ebola-Virus wütet weiter in der Demokratischen Republik Kongo – die Zahl der bestätigten Ebola-Todesfälle ist bereits auf 101 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden sind laut Regierung 35 Neuinfektionen und zehn Todesfälle registriert worden.
Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle hat sich demnach auf 550 erhöht. Der Ausbruch des sogenannten Bundibugyo-Ebolavirus war am 15. Mai bekannt gegeben worden, nach Regierungsangaben jedoch wochenlang unentdeckt geblieben.
Ebola verursacht Fieber mit Blutungen und wird über Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch wird durch die Virusvariante Bundibugyo verursacht, gegen die es bisher weder eine spezifische Behandlung noch einen zugelassenen Impfstoff gibt.
Hohes Misstrauen in der Bevölkerung
Die Bekämpfung der Epidemie in den von Konflikten betroffenen Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu wird durch die Präsenz bewaffneter Gruppen und Misstrauen in der Bevölkerung erschwert. Demnach kommt es immer wieder zu Angriffen auf Bestattungsteams und Behandlungszentren.
Der Kongo mit seinen rund 100 Millionen Einwohnern verfügt über umfangreiche Bodenschätze wie Kupfer, Kobalt und seltene Erden. Trotz des Rohstoffreichtums zählt das Land zu den ärmsten der Welt. Internationale Organisationen führen dies auf jahrzehntelange Konflikte und schwache staatliche Strukturen zurück.









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