Ein Hilferuf der Mitarbeiter via „Krone“ wird erneut aufgerollt: Die Gemeinderatsfraktion Alternative Liste Innsbruck ortet „politisch hausgemachte Gefährdung aller Beteiligten“ und will den bisherigen Umgang der Politik mit der Causa offenlegen. Der Aufsichtsrat tagt am Mittwoch.
Knapp 100 Klientinnen und Klienten gehen in der Notschlafstelle Innsbruck Schusterbergweg ein und aus. Dabei kommt es seit Jahren immer wieder zu schweren Zwischenfällen. 80 sind seit Juli 2025 protokolliert, dazu kommen noch rund 20 als Arbeitsunfälle deklarierte Vorfälle. Die TSD-Belegschaft schlug vor 14 Tagen in der „Krone“ Alarm und berichtete von zahlreichen Missständen sowie einer dramatisch gestiegenen Zahl von Übergriffen, fehlender Schutzkleidung und hoffnungsloser personeller Unterbesetzung.
Leider kam es seitdem zu keinen Verbesserungen. Es mangelt am sozialen Willen.
FP-GR Reini Happ
„Ich bin seit längerer Zeit mit den Mitarbeitern in Kontakt. Daneben habe ich selbst ehrenamtlich in der Notschlafstelle geholfen. Was ich dort erlebt habe, deckt sich mit den Berichten der Mitarbeiter“, berichtet Innsbrucks FPÖ-GR Reini Happ tags darauf. Er habe bei einem Termin mit den Verantwortungsträgern – LHStv. Philip Wohlgemuth und TSD-GF Florian Stolz – die Verbesserungsvorschläge, „die direkt von den Mitarbeitern kommen“, dargelegt. „Leider kam es seitdem zu keinen Verbesserungen. Es mangelt am sozialen Willen. Die Notschlafstelle ist nach wie vor täglich unterbesetzt und der Schutz der Mitarbeiter ist nach wie vor nicht gegeben.“

Politik kam schwer in die Gänge
Nun solidarisiert sich die Innsbrucker Gemeinderatsfraktion ALi mit den Beschäftigten und Klienten der Notschlafstelle: „Ein nicht vorhandenes Sicherheitskonzept und nicht eingehaltene Leistungsvereinbarungen unter dem Vorwand der Sparmaßnahmen bedeuten eine inakzeptable, politisch hausgemachte Gefährdung aller Beteiligten“, erklärt GR Mesut Onay. Er will am Montag „den Umgang der Geschäftsführung und des politisch zuständigen LR Wohlgemuth mit den Hilferufen der Belegschaft offenlegen“.
Die Strukturen würden „seit längerem evaluiert und Verbesserungen umgesetzt“, teilte SP-Klubchefin Elisabeth Fleischanderl mit – zehn Tage nach dem Hilferuf der Mitarbeiter in der „Krone“.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.