Eine neue Statistik über Verurteilungen vor Strafgerichten zeigt Überraschendes zu Tätern, deren Herkunft und Tatfolgen. Die „Krone“ kennt die Details.
Auch wenn es die täglichen Meldungen kaum glauben lassen: Strafgerichte haben viel weniger zu tun als früher. Dass im Oberlandesgerichtssprengel Wien letztes Jahr 11.325 Menschen verurteilt wurden, bedeutet eine Stabilisierung auf Vorjahresniveau, und damit rund ein Zehntel weniger Kriminalität als vor der Covid-Pandemie, die mit ihren Lockdowns auch die Kriminalität – offenbar nachhaltig – sinken ließ.
Schaut man zurück bis ans Ende der 1950er Jahre, findet man dort überhaupt fünfmal so viele Verurteilungen wie heute. Das liegt kaum daran, dass Richter heute milder wären als damals: Gerade im Oberlandesgerichtssprengel Wien ist aktuell jede vierte Strafe eine unbedingte Freiheitsstrafe, überall sonst nur jede fünfte. Noch strenger sind Wiener Gerichte bei Rückfalltätern: Fünf von zehn werden zu unbedingten Freiheitsstrafen verurteilt. Im Österreich-Schnitt sind es nur vier von zehn.
Wenn jemand auf Milde hoffen darf, dann Österreicher: Sie müssen laut der aktuellen Auswertung der Statistik Austria seltener ins Gefängnis als Ausländer, egal ob EU-Bürger oder nicht. 53 Prozent der Straftäter in Österreich haben einen rot-weiß-roten Pass, und entgegen landläufigen Annahmen wurden nur rund zwei Prozent von ihnen im Ausland geboren.
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