Schiffbruch in Adria

Österreicher bangten stundenlang in höchster Not

Ausland
22.07.2026 13:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach der dramatischen Rettung einer österreichischen Jacht-Crew vor Kroatien kommen nun brisante Details ans Tageslicht, die zeigen, wie gefährlich die Situation tatsächlich war. Durch den heftigen Sturm trieb es die Besatzung manövrierunfähig aufs offene Meer – bis zur Rettung dauerte es Stunden.

In der Nacht auf Sonntag (19. Juli) wüteten an der Adria in Kroatien heftige Unwetter, die mehrere Boote an Felsen prallen ließ. Auch drei Österreicher wurden vom Unwetter erwischt, sie waren an Bord einer Segeljacht südlich des Kap Kamenjaks – und erlitten Schiffbruch. Die Österreicher forderten daraufhin Hilfe an, um 4.44 Uhr in der Früh erreichte der Notruf das Nationale Seenotrettungszentrum in Rijeka, wie das Ministerium für Seefahrt, Verkehr und Infrastruktur bestätigte.

Die Kommunikation mit den Schiffbrüchigen war jedoch nicht ganz einfach, weil die Verbindung wegen des Unwetters sehr schlecht war. Es wurde sofort ein Rettungsboot losgeschickt, um die drei Österreicher zu suchen, die kroatische Küstenwachse versetzte ein Einsatzschiff in Bereitschaft. Über die Küstenfunkstelle Rijeka-Radio wurden alle Schiffe im istrischen Gewässer beauftragt, nach der Segeljacht Ausschau zu halten.

Die Österreicher erlitten südlich des Kap Kamenjaks Schiffbruch:

Auf Rettungsinsel gefunden
Nach rund zwei Stunden bangem Suchen – gegen 6.48 Uhr – kam dann die Entwarnung: Rund 20 Kilometer südlich des Kap Kamenjaks wurden die drei Österreicher entdeckt, wie die Einsatzkräfte des Hafenamts Pula meldeten. Die Schiffbrüchigen waren auf einer sogenannten Rettungsinsel, einem aufblasbaren Rettungsfloß, als sie gefunden wurden. Sie wurden mit dem Rettungsboot nach Pula gebracht.

Die Österreicher hatten Glück im Unglück: Laut dem News-Portal morski.hr waren alle drei unverletzt. Die Segeljacht wurde von einem Schlepper in den Hafen gebracht. Das Hafenamt Pula will jetzt untersuchen, wieso die Jacht havariert ist.

Unwetter an mehreren Orten
In der gleichen Nacht wurden mehrere Boote in der Potkunji Bucht auf der kroatischen Insel Unije auf Felsen und an die Küste gedrückt. Auch an Land gab es schwere Unwetter – in der Umgebung von Nerezine wurden etwa Campingplätze und Infrastruktur beschädigt.

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