Strecke 18m zu lang

Bitterer Panne soll doch noch EM-Quali folgen

Sport-Mix
22.07.2026 14:45

Was für ein Pech! Da wollte Österreichs Nationalteam-Staffel der Frauen über die 4x400 in Kapfenberg ÖLV-Rekord laufen und die EM-Quali schaffen, doch sie wurde auf eine um rund 18m zu lange Strecke geschickt! Nach der bitteren Panne peilt Gogl-Walli nun das Birmingham-Ticket bei den Staatsmeisterschaften in Innsbruck „solo“ an.

„Wir entschuldigen uns beim österreichischen Staffel Nationalteam“, prangt in großen Lettern auf der Homepage der Kapfenberger Leichtathleten. Dann wird jene Mega-Panne erklärt, die die Linzerin Susanne Gogl-Walli und ihre Kolleginnen hart traf: „Uns ist ein großer Fehler unterlaufen.“ Beim Rekordversuch der 4x400m-Staffel wurde letzte Woche von der 400m-Startlinie statt von jener für 4x400m gestartet. Dies macht eine zusätzliche Distanz von mehr als 18m aus! „Das Staffelteam ist also nicht zu langsam, sondern zu weit gelaufen“, heißt es.

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Wir entschuldigen uns beim österreichischen Staffel Nationalteam. Uns ist ein großer Fehler unterlaufen.

Kapfenbergs Leichtathletik-Verein

Rekord wäre gefallen
Am Ende stand für Lena Pressler, Viktoria Willhuber, Anja Dlauhy und Gogl-Walli eine Zeit von 3:33,92 Minuten zu Buche. Bei korrekter Streckenlänge wäre Österreichs Rekord (3:32,71) sicher gefallen – und das Quartett hätte vielleicht auch das Ticket für die EM im August gelöst. „Das ist richtig bitter! Wir haben erstmals seit vielen Jahren eine sehr starke Nationalstaffel, hätten eine gute EM-Chance gehabt“, sagt Gogl-Walli, ergänzt aber gleich: „Das ist einfach richtig blöd gelaufen. Ich will niemandem einen Vorwurf machen. Es ist eh schon so schwierig, Ehrenamtliche für die Veranstaltungen zu finden“, so die Olympia-Semifinalistin, die nun in letzter Minute noch im Alleingang nach Birmingham laufen will.

Fokussiert auf die Staatsmeisterschaften in Innsbruck: ÖLV-Rekordhalterin Susanne Gogl-Walli.
Fokussiert auf die Staatsmeisterschaften in Innsbruck: ÖLV-Rekordhalterin Susanne Gogl-Walli.(Bild: GEPA)

Letzte Quali-Chance in Innsbruck
Nach monatelangen Verletzungssorgen und entsprechendem Trainingsrückstand infolge von anfangs harmlos scheinenden Wadenproblemen wird es für die 30-Jährige hart. „Jetzt haben wir die Probleme im Griff“, sagt Österreichs Rekordhalterin (50,60s) und Abo-Staatsmeisterin. Um es über die Weltrangliste noch zur EM zu schaffen, braucht sie nach ihren am Mittwoch in Banská Bystrica gelaufenen 53,11 bei den Staatsmeisterschaften am Samstag in Innsbruck ein gutes Ergebnis – und zwar über exakt 400m.

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