Vor WM 2030

Tierschützer: „Marokko schlachtet Hunde ab“

Sport-Mix
22.07.2026 14:12
Porträt von krone.at
Von krone.at

Marokko fungiert als einer der Hauptausrichter der WM 2030. Im Zusammenhang mit dem Event werfen Tierschützer dem Land nun grauenvolle Taten vor: In Städten wie Rabat, Fes und Marrakesch hätten sie Erschießungen, Vergiftungen und Verbrennungen von Straßenhunden beobachtet.

Tierschützer werfen dem künftigen WM-Gastgeber eine gezielte Jagd auf Straßenhunde vor. Einige sehen darin den Versuch, die Straßen vor der Fußball-WM 2030 bereits frühzeitig zu säubern.

„Hunde-Kadaver auf den Straßen“
Die Hunde liegen tot am Straßenrand, im Gebüsch oder auch mal mit Schusswunden auf dem Asphalt. Augenzeugen berichten über von Fliegen umschwärmten Kadavern, die in Müllcontainern oder Flussbetten geworfen werden. Mal kommen Männer mit Zangen und Netzen, fangen die Tiere und fahren sie mit Lieferwagen davon – so einige Tierschützer.

Tötungen scheinen sich zu häufen
Die vielen, oft nur schwer zu ertragenden Fotos, Videos und Schilderungen aus Städten wie Rabat, Fes und Agadir deuten darauf hin, dass die Fälle sich häufen. Unabhängig überprüfen könne man sie jedoch nicht.

„Lebend begraben“
Ein Anwohner in Casablanca beschrieb gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, wie Angestellte einer städtischen Behörde regelmäßig Hunde zu einer Müllverbrennungsanlage fahren, wo sie dann verbrannt würden. Andere beschreiben, wie Hunde erschossen oder auf Mülldeponien lebend vergraben wurden.

Regierung weist Vorwürfe zurück
Obwohl die nächste WM erst 2030 stattfinden wird, sieht die Organisation PETA bereits jetzt ein „massenhaftes Abschlachten“, das gehäuft vorkommen soll, seit Marokko 2024 den WM-Zuschlag erhalten hat. Die Regierung weist die Vorwürfe von Tötungen zurück. „Es gibt keine organisierte Kampagne, um streunende Hunde auf der Straße zu töten“, heißt es aus dem Innenministerium. Es laufe jedoch seit 2019 ein Programm, um die Hundepopulation mit Kastrierungen und Impfungen schrittweise zu senken. Zudem hätten „Programme zum Umgang mit Hunden“ nichts mit dem bevorstehenden Fußball-Ereignis zu tun.

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