Alkoholfreier Wein erfreut sich steigender Beliebtheit. Winzer, die sich dem Trend nicht verschließen, punkten auf dem Markt.
Die Nachfrage nach alkoholfreien Weinen nimmt langsam, aber konstant zu. Wer Auto fährt, schwanger ist, bewusster genießen will oder Alkohol gar nicht mag, greift öfter zu den zeitgemäßen Alternativen. Dieser neue Absatzmarkt gerät immer mehr in den Fokus vieler Weinbauern. Ein Paradebeispiel ist Vollblutwinzer Michael Allacher aus Gols. „Ich habe 2024 mit einer kleinen Menge begonnen. Der Verkauf ist viel besser gelaufen, als ich gedacht hatte“, sagt der Geschäftsführer und Kellermeister von Allacher Vinum Pannonia. 2025 konnte er bei alkoholfreien Weiß- und Rotweinen bereits einen beachtlichen Vertrieb von 60.000 Flaschen verbuchen.
„All Zero“ als Erweiterung
„Wir beobachten seit Jahren einen klaren Wandel im Konsumverhalten. Immer mehr Menschen legen großes Augenmerk auf bewussten Genuss, ohne auf Qualität, Geschmack und das Erlebnis Wein verzichten zu wollen“, erklärt der Fachmann. Mit der neuen Linie „All Zero“ 2025 erweitert Allacher Vinum Pannonia sein Sortiment hochwertig.
Weingenuss im Einklang mit modernem Lifestyle
Der „All Zero White“ aus 100 Prozent Muskat Ottonel – idealer Begleiter für Fischgerichte und leichte Speisen – und der „All Zero Red“ aus 100 Prozent Zweigelt – perfekt zu Burger, Rindersteak oder Schweinsbraten – soll laut Michael Allacher authentischen Weingenuss mit modernem Lifestyle vereinen. „Ganz ohne Alkohol, aber mit vollem Aroma“, betont er. Möglich macht den vinophilen Spagat innovative Technologie.
„Zur Herstellung der alkoholfreien Weine werden die Trauben bewusst früher gelesen, um den natürlichen Alkoholgehalt bereits im Vorfeld zu reduzieren. Nach einer sanften Pressung und temperaturkontrollierten Vergärung reifen die Weine zwei Monate auf der Feinhefe, bevor sie filtriert werden“, erläutert der erfahrene Kellermeister. Die Entalkoholisierung erfolgt mittels Membranfiltration, das Verfahren gilt als besonders schonend.
Mit Absatzplus wird gerechnet
„Zu Beginn wird ein Alkohol-Wasser-Gemisch vom Wein getrennt, während wertvolle, sortentypische Aromastoffe und strukturgebende Bestandteile weitgehend erhalten bleiben. Im Anschluss wird der abgetrennte Anteil unter Vakuum destilliert, entalkoholisiert und dem Wein wieder zugeführt“, erklärt Michael Allacher. Mit einem kräftigen Absatzplus darf gerechnet werden.
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