Man spricht von Rekordernte beim Honig. Der Ertrag soll überdurchschnittlich sein. Dennoch streichen einige Produzenten die Segel.
Im Burgenland gibt es 700 Imker. 20 von ihnen sind hauptberuflich tätig, um Honig zu produzieren. „Ich tu mir das nicht mehr an“, sagt Max Grigic, der seine Arbeit 17 Jahre lang in jene der Bienen investiert hat. „Es gibt auf diesem Gebiet unterm Strich keine Wertschöpfung“, sagt der Unternehmer, der sich nun anderweitig umschaut. Geht er den falschen Weg?
Bis zu 35 Kilo pro Volk
Dem Vernehmen nach ist heuer von einer Rekordernte beim Honig zu hören. Im Gegensatz zum Getreide, wo deutliche Einbußen bemerkbar sind, dürften die Bienen in diesem Jahr ganze Arbeit geleistet haben. „Es gab in der Gesamtheit wenige Frostnächte“, berichtet Herbert Grafl, Obmann des Imkereiverbandes. „Akazien- und Lindenblüte waren positiv. Und auch die Himbeeren und Brombeeren lassen auf ein ertragreiches Jahr schließen.“ Das bedeutet: Ein Bienenvolk produziert 25 bis 35 Kilogramm Honig, In einem durchschnittlichen Jahr wären dies 15 Kilo gewesen.
„Bienen sind unverzichtbar für unsere Landwirtschaft. Ihre Bestäubungsleistung sichert Erträge, Qualität und Vielfalt in vielen Kulturen. Ohne die Arbeit der Imker wäre unsere Lebensmittelproduktion in dieser Form nicht möglich. Ich appelliere deshalb an die Konsumenten, ihren Honig bei heimischen Imkern zu kaufen“, betont LK-Präsident Nikolaus Berlakovich, der weiters wissen lässt: „Ohne Bienen würde das Öko-System zusammenbrechen. Sie sind essenziell für den Kulturkreislauf.“
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