Wal war ein Weibchen

„Timmys“ Todesursache bleibt nach Obduktion Rätsel

Ausland
05.06.2026 06:19
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Obduktion des als „Timmy“ bekannten Buckelwals auf dem Strand der dänischen Insel Anholt wurde am Donnerstagabend von einem Team aus Experten und Tierärzten beendet. Eine klare Todesursache konnte das Expertenteam bei den Untersuchungen zunächst nicht feststellen.

Eine Verletzung sei nicht zu erkennen gewesen, was jedoch auch an der Verwesung des seit Wochen toten Tieres liegen könne. Zwar seien Parasiten festgestellt worden, die seien jedoch nicht für den Tod verantwortlich.

Klar ist nun auch, dass das Tier mit dem Namen „Timmy“ – wie bereits vermutet – ein Weibchen war. Schwanger sei der Wal nicht gewesen. Bei einem Blick ins Maul und in den Magen des Wals seien keine Netze oder andere Gegenstände festgestellt worden.

Gegen Ende der Arbeiten war von dem Tier, das seit Wochen Schlagzeilen macht, nur noch wenig ...
Gegen Ende der Arbeiten war von dem Tier, das seit Wochen Schlagzeilen macht, nur noch wenig übrig. Bilder von vor Ort zeigten teils nur noch Knochen und Teile mit Hautfetzen.(Bild: Cover Media /glomex.com)
Die Überreste des Wals wurde von einem Team aus Experten und Tierärzten akribisch untersucht und ...
Die Überreste des Wals wurde von einem Team aus Experten und Tierärzten akribisch untersucht und zerlegt.(Bild: AFP)

Überreste zerteilt
Dieser Erkenntnis gingen stundenlange Arbeiten voraus: Ausgestattet mit Schutzanzügen begannen die Experten am späten Nachmittag mit der Obduktion des Tieres. Zunächst wurde der gelb-bräunliche Kadaver genau begutachtet und vermessen. Anschließend wurde der Wal aufgeschnitten, um Luft aus dem stark aufgeblähten Tier abzulassen. Danach wurde er geöffnet und über Stunden zerteilt. Rund um das Tier lagen zeitweise Organe und Eingeweide – nichts für schwache Nerven.

Bagger hievte Kadaver in Container
Ein Bagger hievte im Laufe der Obduktion nach und nach die Teile des Kadavers in die bereits vorbereiten Container. Für das Team ist die Arbeit damit nun erledigt, die Experten verlassen die Insel am Freitag früh. Im Gepäck haben die Forscher aus dem Inneren des Wals entnommene Proben. Eine Auswertung dieser wird erst in ein paar Monaten erwartet.

Was passiert mit den Überresten?
Abtransportiert wird der Kadaver voraussichtlich erst Anfang der kommenden Woche. Der banale Grund: eingeschränkte Öffnungszeiten des beauftragten Unternehmens am Wochenende. 

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