„Krone“-Kommentar

Islamisten, nicht Pferde als Gefahr

Kolumnen
21.07.2026 11:00

In wenigen Tagen ist es so weit: Der Villacher Kirchtag, Österreichs größtes Brauchtumsfest, öffnet seine Pforten. Und um störungsfrei feiern zu können, hat man einen Wiener Sicherheitsexperten beauftragt, ein eigenes Sicherheitskonzept zu erstellen.

EINERSEITS bedarf es in zunehmend unsicheren Zeiten für ein Fest, bei dem sich Zehntausende Menschen treffen, tatsächlich erhöhter Sicherheitsmaßnahmen. Allzumal in Villach im Vorjahr ein syrischer Asylberechtigter einen vierzehnjährigen Buben erstochen und weitere fünf Menschen schwer verletzt hat.

ANDERERSEITS ist es schon mehr als skurril, dass bei Erstellung dieses Sicherheitskonzepts insbesondere auf die Gefährdung durch die Brauerei-Gäule verwiesen wird. Und die Empfehlung, die schweren Noriker-Rösser, die die Bierwagen ziehen, einer psychologischen Überprüfung hinsichtlich ihrer Harmlosigkeit zu unterziehen, schlägt dem Fass überhaupt den Boden aus.

Dabei wissen natürlich auch die Veranstalter des Villacher Kirchtags – und nahezu alle Anschläge der letzten Jahre auf Volksfeste und dergleichen beweisen dies -, von wo die Gefahr ausgeht. Nicht Pferde sind’s, deren Hufe hier unschuldige Menschen niedertrampeln. So ziemlich die einzige reale Gefahr sind radikalisierte Islamisten, die in ihrem Wahn glauben, die Ungläubigen bestrafen zu müssen: mit Messern, durch Sprengsätze bei Selbstmordattentaten – oder indem sie mit Autos in die Menge rasen.

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