Mutter überfahren

Vier Katzenbabys vor dem sicheren Tod gerettet

Salzburg
04.06.2026 20:00

Tragisch endete ein Autounfall für eine Katzenmama Anfang Juni an der Salzburger Stadtgrenze in Hellbrunn. Die Tierrettung schaffte es zwar noch, die Fellnase zu einem Tierarzt zu bringen – doch es war zu spät. Dort wurde allerdings klar: Sie hat Milch und muss Junge zurückgelassen haben.

Dass es für die Baby-Stubentiger gut ausgegangen ist, liegt auch an den Anrainern in der Gegend: „Die Zusammenarbeit war total super“, sagt Daniela Ries von der Österreichischen Tierrettung zur „Krone“. „Alle haben die Augen offengehalten.“

Gefahr durch Raubtiere und Hunger
Bereits am nächsten Tag sei dann der Anruf gekommen, dass vier Katzenbabys gefunden wurden. „Wir gehen davon aus, dass sie etwa drei Wochen alt sind“, erzählt Ries. „Alleine hätten sie keine Chance gehabt.“ Zu groß seien die Gefahren durch Marder und Greifvögel. Zudem hätten die Kleinen auch verhungern können. 

Generell sollten laut Expertin Katzenbabys eigentlich zwölf bis 16 Wochen bei der Mutter bleiben. Die geretteten Winzlinge werden jetzt in einer Pflegestation aufgepäppelt – und müssen für die nächsten fünf bis sechs Wochen unbedingt zusammenbleiben. „Sie brauchen ihre Geschwister, um keinen sozialen Schaden davonzutragen“, so Ries. 

Bei der Katzenmami selbst dürfte es sich um eine Streunerin gehandelt haben. „Eigentlich gibt es eine Kastrationspflicht für alle Freigänger“, sagt die Tierretterin. „Dieser Fall zeigt einmal mehr, warum das so wichtig ist.“

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