Ohne handlungsfähigen Tourismusverband in Hallein könnte es im kommenden Jahr kein Stadtfest mehr geben. Die Stadtpolitik will zudem eine Evaluierung und einen Beteiligungsprozess starten. Und der Stadtchef? Der liebäugelt mit der Stadt Salzburg, sich das Fest gar zu teilen...
Kritischen Halleiner Altstadtbewohnern dürfte die Nachricht gefallen: Das Stadtfest 2027 ist in Gefahr! Die Stadt hat 2018 noch unter ÖVP-Führung das Fest an den Tourismusverband (TVB) übertragen – mit Kostenbeteiligung der Gemeinde. Nach dem heurigen Stadtfest-Skandal mit Bauzaun-Blockaden einzelner Wirte ist der TVB zerbröckelt.
Der Vorstand hat sich aus der Verantwortung geschlichen und ist zurückgetreten. Geschäftsführer Rainer Candido – als Angestellter – ist massiv in die Kritik geraten. Der TVB ist beschränkt handlungsfähig, weil ein neuer Vorstand oder gar Ausschuss gewählt werden muss: Schwer vorstellbar, in diesem Zustand ein Event zu organisieren.
Dazu beschloss die Gemeindepolitik am Montag, das Fest evaluieren und per Bürgerbeteiligung neu gestalten zu lassen. So ein Prozess dauert Monate. Kein Wunder, dass sich Stadtchef Alexander Stangassinger wenig optimistisch zeigt: „Ich will ein Stadtfest 2027. Aber wenn sich der TVB nicht schnell einkriegt, wird sich das kaum ausgehen.“
Im Raum steht auch, das Stadtfest nur mehr alle zwei Jahre zu veranstalten. Stangassinger: „Ich kann mir vorstellen, dass wir uns mit Salzburg Jahr für Jahr abwechseln. Da gibt es Ideen und Gespräche – aber bis das spruchreif wäre, fließt noch viel Wasser von Hallein nach Salzburg.“
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.