Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) und Verkehrsstadträtin Anna Schiester (Bürgerliste) ziehen eine erste, vorsichtig positive Bilanz zur Durchfahrtssperre in der Salzburger Altstadt. Nach dem Start mit Kinderkrankheiten geben steigende Zahlen an den Park&Ride-Plätzen Mut zur Hoffnung.
„Das von der Wirtschaftskammer vorausgesagte Chaos hat nicht stattgefunden. Es ist in 20 Tagen zu keinem Stauchaos gekommen“, zeigt sich zumindest Bürgermeister Bernhard Auinger zufrieden und fügt hinzu: „Im August könnte es aber hart werden. Da sind die stärksten Besuchertage.“
Seit 1. Juli ist die Sperre für viele Pkw und Lkw in der Salzburger Altstadt in Kraft. Lediglich viermal sei die Altstadtgarage seit Start der Sperre voll gewesen, berichtet Stadträtin Anna Schiester. Im vergangenen Sommer, als Juli und August, war das an 46 Tagen der Fall. Auch Rückmeldungen, etwa der Obus- und Albus-Fahrer, seien bisher durchwegs positiv gewesen. Auch die Maxglaner Wirtschaft zeigte sich im Gespräch mit dem Stadtchef zufrieden.
Positives Echo zu Sperre von Rot-Kreuz-Parkplatz
Ein Faktor, der den Verantwortlichen derzeit in die Hände spielt, ist das gute Wetter. Bei mehr Schlechtwetterphasen könnte sich das Bild schnell drehen. Positiv ist bei den Öffi-Lenkern auch die Sperre des Rot-Kreuz-Parkplatz angekommen. Durch eine Veranstaltung wurde der Parkplatz für knapp drei Wochen gesperrt – der Stau vor dem Kreisverkehr hat sich dadurch aufgelöst und die Busse konnten ungehindert fahren.
Natürlich würden immer noch unerlaubt Autofahrer durch die Innenstadt fahren, weil es keine ständigen Kontrollen bei den Einfahrten gibt. „Ich würde mir auch wünschen, dass mehr kontrolliert wird“, so Schiester. „Aber am Ende hätten die Kontrollen nur Stau gebracht und den wollen wir ja verhindern“, sagt der Stadtchef, der davon ausgeht, dass die derzeitige Regelung zu 70 Prozent funktioniert. Verbesserungen seien vor allem bei der Beschilderung in den Stadteinfahrten notwendig.
Freude herrscht bei den Politikern beim Blick auf die Zahlen der Park&Ride-Plätze. In den ersten elf Tagen der Maßnahme wurden im Outlet-Center 572 P&R-Tickets ausgeben, was einem Plus von 117 Prozent zum Vorjahr entspricht. Auch am Flughafen sind die Zahlen gestiegen und ebenso bei Salzburg-Süd. Die Messe sei weiterhin gut ausgelastet. Touristen können bei den Parkplätzen um 7,50 Euro parken und erhalten maximal fünf Öffi-Tickets hinzu.
Schon jetzt ist klar, dass es die Sommerregelung auch im kommenden Jahr geben wird. Dann soll es auch Verbesserungen und Adaptionen aus den Erkenntnissen dieses Jahres mit einlaufen. Abschließend betont der Stadtchef: „Der Erfolg zeigt sich für uns, ob es Stau gibt oder eben nicht.“
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