Mitbewohnerin fand ihn
Epstein-„Mädchenjäger“ (69) lag tot in Küche
Mehr als 1000 Mal scheint sein Name in den Epstein-Akten auf: Der Modelagent Daniel Siad soll dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein mehrere Mädchen und junge Frauen vermittelt haben. Jetzt wurde der 69-Jährige tot in seiner Wohnung gefunden.
Der französische Modelagent Daniel Siad (69) wurde am Montag von seiner 28-jährigen Mitbewohnerin leblos in der Küche seines Hauses in Colombes bei Paris gefunden, wie die Zeitung „Le Parisien“ schreibt. Noch ist nicht klar, woran er gestorben ist, die Leiche soll obduziert werden, wie die Staatsanwaltschaft in Nanterre mitteilt.
Gegen Siad liefen seit Februar Vorermittlungen wegen Vergewaltigung und Menschenhandels – fünf Frauen hatten den Modelagenten angezeigt. Siad starb, bevor er von der französischen Justiz dazu befragt werden konnte. Er hatte aber immer behauptet, unschuldig zu sein und bestritt die Vorwürfe.
Schreckliche Vorwürfe
Es sind schreckliche Dinge, die Siad vorgeworfen werden. Das ehemalige schwedische Model Ebba P. Karlsson sagt, Siad habe sie als 20-Jährige vergewaltigt. Als wäre das nicht genug, taucht Siads Name in den Epstein-Akten mehr als 1000 Mal auf. Offiziell arbeitete Siad als Modelagent, zahlreiche Dokumente und E-Mails zeichnen aber eher das Bild eines skrupellosen „Mädchenjägers“.
Modelagent Daniel Siad soll junge Frauen an Epstein vermittelt haben:
Siad soll nämlich gezielt junge Frauen und Mädchen an den Sexualstraftäter Epstein vermittelt haben. In Nachrichten an Epstein erwähnte Siad mehrfach Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Einmal schrieb Siad etwa in einer E-Mail von einer 15-jährigen Französin, deren Eltern „sehr glücklich sind, dass ihre Tochter Model wird.“ Er versprach Epstein auch „eine Liste von fünf Mädchen zwischen 16 und 17 Jahren“ aus Skandinavien.
Falsche Versprechen
Eine Französin schilderte der Nachrichtenagentur AFP, dass Siad sie in der französischen Hauptstadt Paris angesprochen hatte. Er habe sie mit dem Versprechen einer Model-Karriere nach New York gelockt. Dort habe sie dann Epstein gestroffen. Dieser habe ihr zuerst Geld zum Shoppen gegeben und sie danach in seiner Wohnung sexuell belästigt.
Aus den Akten geht hervor, dass Epstein den Modelagenten regelmäßig bezahlt hat. Im Jahr 2018 wies Epstein etwa einen Buchhalter an, Siad ein Darlehen in Höhe von 25.000 US-Dollar zu gewähren.
„Ich vertraute ihm“
Selbst Epsteins Verurteilung wegen Sexualdelikten im Jahr 2008 hatte Siad offenbar nicht abgeschreckt, wie der US-Sender CNN berichtet. Epstein habe dem Modelagenten versichert, dass er für seine Verbrechen bezahlt habe und dass „so etwas mit niemandem passieren würde“, den Siad ihm vermittle. „Ich vertraute ihm und glaubte, dass dieser Mann ein Profi sei“, erklärte Siad.









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