Bilanz 2025

Wiener Hafen: Erfolgreich auf neuen (alten) Ufern

Wien
03.06.2026 16:00
Porträt von Wien Krone
Von Wien Krone

Der Wiener Hafen konnte seinen Gewinn im Jahr 2025 trotz diverser Krisen weiter ausbauen. Erst kürzlich erschlossene Geschäftsfelder machten sich außerdem bezahlt. Der Umsatz sank aber um sechs Prozent. 

Mehr als Schiffe, Container und Umschlagplatz seien die Frachthafen Albern, Freudenau und Lobau, die unter dem Hafen Wien zusammengefasst werden, laut Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ). Bei der Präsentation der Bilanz des Geschäftsjahres 2025 sprach sie damit einen Trend an, der sich schon seit Jahren abzeichnet.

Denn der Hafen Wien gewinnt vor allem als Lagerlogistiker immer mehr an Bedeutung – bedingt durch Kriege und Krisen, die Handelsstraßen zusehends verengen. So entwickelt er sich quasi zur Vorratskammer für diverse Institutionen der Stadt. Allen voran dem Wiener Gesundheitsverbund (Wigev), der sein komplettes Lager auf das Hafen-Areal verlegte.

Mit rund 200 Unternehmen und insgesamt 5000 Mitarbeitern am Standort sei er außerdem ein wichtiger Faktor für die Beschäftigung in der Stadt, hebt Novak hervor.

Hafen-Geschäftsführerin Doris Pulker-Rohrhofer und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ).
Hafen-Geschäftsführerin Doris Pulker-Rohrhofer und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ).(Bild: Martin A. Jöchl)

Zwar wurden mit dem klassischen „Hafengeschäft“ per Schiff, Straße und auch Bahn insgesamt 4,1 Millionen Tonnen Waren umgeschlagen (ein Plus von rund 7 Prozent zum Vorjahr). Indes haben sich aber auch erstmals anderweite Geschäftsfelder bewährt. So etwa die Filmproduktionshallen „HQ7-Studios“ am Hafen-Areal, die 2024 eröffnet wurden. Diese warfen 2025 erstmals Erlöse ab.

Umsatz sank 
Die schwarzen Zahlen setzten sich zumindest beim Gewinn fort, der um 20 Prozent auf 10,9 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Der Umsatz sank hingegen um sechs Prozent, was auf die Aufgabe einer Speditionssparte zurückzuführen ist. Die Bereiche Logistik, Container und Immobilien machten den Löwenanteil bei den Umsätzen aus.

Geschäftsführerin Doris Pulker-Rohrhofer hob den Hafen Freudenau außerdem positiv hervor. Im Vorjahr wurden dort um rund 50 Prozent mehr Schiffe als noch 2024 empfangen. Im Ölhafen Lobau wurde ein Plus von 15 Prozent registriert.

Herausforderungen auf Land und Wasser 
Viele Anlieferungen im Container-Terminal, eine Tochter des Hafens, kommen per Schiene. Bis zu 130 Züge können pro Woche abgefertigt werden, führte die Hafen-Geschäftsführerin weiter an. Sie sah auch Herausforderungen in der Zukunft. Etwa die Gleisbauarbeiten in Deutschland und die sinkenden Pegelstände der Donau.

Hier stehe man aber ständig mit internationalen Partnern in Kontakt. Das tue man auch bei den Innovationen. Hier möchte man in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen Vorreiter bei nachhaltiger Güterlogistik werden.

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