Der Fall Marcel hat großes Mitgefühl ausgelöst, auch beim Seelsorger, Theologen und Mediziner Matthias Beck. Der Pfarrer aus dem fünften Wiener Gemeindebezirk sieht den assistierten Suizid kritisch und ortet medizinisch und psychologisch-spirituell noch einen Spielraum – auch beim Cannabis.
Die Kirche St. Josef zu Margareten im fünften Wiener Gemeindebezirk ist versperrt und eingerüstet „Der U-Bahn-Schacht befindet sich direkt unter uns“, erklärt Matthias Beck, während er die Tür aufsperrt, „dadurch hat sich das Gotteshaus um sieben Zentimeter gesenkt.“ Der Hannoveraner ist hier seit seiner Pensionierung Seelsorger – und außerdem Theologe, Uni-Professor, Pharmazeut, Mediziner und Mitglied der Ethikkommission, die die österreichische Bundesregierung berät. Wer könnte den Fall Marcel, der eine Welle von Mitgefühl ausgelöst hat, besser beurteilen als er?
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