Schweizer Forscher haben eine virtuelle Maus erschaffen, um das Tierleid zu lindern. Denn das KI-Modell testet neue Wirkstoffe am Computer und könnte so Tierversuche überflüssig machen.
Das Modell berechnet, wie sich Nanopartikel mit bestimmten Eigenschaften im Organismus verteilen. Dies ist besonders für die Entwicklung von Therapien gegen Hirntumore relevant, da Nanopartikel die Blut-Hirn-Schranke überwinden können. Das sogenannte physiologisch basierte pharmakokinetische Modell wurde von der Forscherin Jimeng Wu entwickelt. Als Datengrundlage dienten ihr 18 frühere Studien mit Mäusen.
Datengrundlage ist noch zu klein
Das KI-Instrument erlaube es, virtuell zu testen, welche Partikel sich für eine Aufgabe eignen, noch bevor sie hergestellt werden, wurde Wu in einem Communiqué der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) zitiert. Die Datengrundlage des Modells sei mit 18 Studien noch klein, räumte der Forscher Peter Wick ein. Es sei nun nötig, die virtuelle Maus mit weiteren Daten zu trainieren, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen.

Auch für Menschen wird ein KI-Modell entwickelt
Langfristig soll der Prozess von der Entwicklung bis zur Anwendung am Menschen verkürzt und auf Tierversuche verzichtet werden. In einem nächsten Schritt soll das Prinzip auf die menschliche Forschung übertragen werden.
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