Trotz Sparbudget gibt es für die Pflege mehr Geld. Neben der Pflegegelderhöhung – die „Krone“ hat berichtet – wird auch in mobile Dienste investiert. Im Budget von Sozial- und Gesundheitsministerin Korinna Schumann sind 100 Millionen Euro pro Jahr an Offensivmittel vorgesehen.
Mobile Dienste ermöglichen es, Menschen in ihrer häuslichen Umgebung medizinisch zu versorgen und entlasten zugleich pflegende Angehörige. Durch den Einsatz mobiler Dienste können zahlreiche stationäre Aufenthalte vermieden werden. Ein konsequenter Ausbau der mobilen Dienste ist daher unerlässlich.
Große Entlastung für pflegende Angehörige
„Pflegende Angehörige leisten jeden Tag Enormes. Mit dem Ausbau mobiler Dienste schaffen wir konkrete Entlastung im Alltag und mehr Sicherheit für Familien“, so Schumann. Pflege beginne dort, wo Menschen ihr Leben führen – nämlich zu Hause. Mit dem Ausbau der mobilen Dienste können viele Pflegebedürftige möglichst lange daheim bleiben. 80 Prozent der Pflegearbeit wird von pflegenden Angehörigen geleistet.
Zusätzliches Geld wird es auch für den Erhalt des analogen Lebens geben, denn nicht alle Menschen können vollumfänglich am digitalen Leben teilnehmen. Um die Wahlfreiheit zu sichern, werden 20 Millionen Euro für Angebote zur Beratung, Hilfestellung, Schulung und Unterstützung im digitalen Leben fließen.
Ältere und Behinderte werden durch Digitalisierung oft ausgeschlossen
Digitalisierung dürfe niemanden ausschließen. „Nicht alle Menschen können digitale Angebote selbstverständlich nutzen. Mit Beratung, Unterstützung und analogen Zugängen sorgen wir dafür, dass Teilhabe für alle möglich bleibt“, so Schumann. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Personen mit geringen digitalen Kompetenzen.
Offensivmittel soll es auch zur Bekämpfung von Armut bei Kindern und Jugendlichen geben. 2027 sind 60 und 2028 65 Millionen vorgesehen. Eingesetzt werden die Mittel unter anderem für Unterstützungsleistungen wie Lernhilfe, Mentoring, kostenlose Ferienbetreuung und Sozialberatung.
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