Zu einem schweren Unfall kam es am frühen Donnerstagnachmittag in Ehrwald im Tiroler Außerfern! Ein Segelflugzeug stürzte in der Mieminger Kette ab. Der Pilot (72), der einzige Insasse, wurde bei dem Unglück getötet.
Wie die Leitstelle Tirol gegenüber der Tiroler „Krone“ bestätigt, kam es kurz nach 13 Uhr zu dem folgenschweren Unfall. In der Mieminger Kette stürzte ein Segelflugzeug ab. Die Maschine soll unterhalb des Breitenkopfs (2469 Meter), südlich über dem Gaistal, im Grenzgebiet zwischen Mieming und Ehrwald abgestürzt sein. Dort dürfte das Flugzeug gegen die Nordwand des Berges geprallt und anschließend rund 80 Meter abgestürzt sein.
Wie nun bekannt wurde, dürfte der Flieger in Bayern gestartet sein. Bei der Maschine handelt es sich um ein Hochleistungssegelflugzeug mit Motor, das eigenständig starten kann.
Großeinsatz am Unglücksort
Ein Großeinsatz mit mehreren Hubschraubern, der Alpinpolizei, der Bergrettung Ehrwald und der Feuerwehr Ehrwald startete. In der Maschine befand sich nur der Pilot. Nähere Infos zum Unfallhergang sind derzeit noch völlig unklar. Für den 72-jährigen Piloten kam aber jede Hilfe zu spät, wie die Polizei gegenüber der „Krone“ bestätigte.
Zweiter Absturz binnen weniger Wochen
Erst Ende April kam es zu einem ähnlichen Fall im Tiroler Wipptal. Damals stürzte ein Segelflugzeug im alpinen Gelände bei Gries am Brenner ab. Für den Piloten kam jede Hilfe zu spät.
Italienische Behörden schlugen Alarm, als die Maschine damals als vermisst gemeldet worden war. Die Vermutung lag nahe, dass das Flugzeug abgestürzt war. Die Suche gestaltete sich aufgrund des alpinen Geländes schwierig.
Wetterlage kritisch für Segelflieger
Laut Klaus Hohenauer von der Luftfahrtbehörde des Landes herrschen derzeit sehr schwierige Flugverhältnisse für Segelflugzeuge. Die Thermik könne durch die Wetterlage stark beeinflusst werden. Wohl aus diesem Grund gab es am Donnerstag auch eine Außenlandung im Zillertal.


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