Gärtnerei schließt

Doll: „Wir haben uns das nicht ausgesucht“

Salzburg
27.05.2026 08:00

Die „Krone“ erreicht Blumenkünstler Jörg Doll am Dienstag in Frankreich, wo er gerade für eine pompöse Hochzeit dekoriert. Die Auftragsbücher seien voll, dennoch: Zum Lachen zumute ist Jörg Doll momentan nicht. Er verkündete das Aus seiner Traditionsgärtnerei mit Ende September. 

„Wir haben es uns nicht ausgesucht, dass wir unsere Glashäuser abreißen müssen“, bedauert der 60-Jährige. Die Gewächshäuser durften aus behördlichen Gründen nicht mehr weiter bestehen. „Man kann nicht ein Unternehmen komplett abreißen und dann neu aufbauen“, das habe er in den vergangenen Monaten einsehen müssen. Ursprünglich war eine Fortführung des Betriebs in kleinerer Form angedacht.

Die alten Glashäuser müssen aus behördlichen Gründen abgerissen werden
Die alten Glashäuser müssen aus behördlichen Gründen abgerissen werden(Bild: Andreas Tröster)

Dazu wird es nicht mehr kommen. Ob die Filiale im Europark bestehen bleibt und ob Doll nach der Schließung Aufträge, wie etwa die Ausstattung von Hochzeiten und Festspielen, noch annehmen wird? Unklar.

Ebenso offen ist, wie es mit den Beschäftigten des Betriebs weitergeht. „Wir sind derzeit über mögliche Lösungen im Gespräch“, betont Doll gegenüber der „Krone“. Leicht gefallen sei ihm dieser Schritt nicht. Gegründet wurde die Traditionsgärtnerei 1929. Der Betrieb ist weit über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannt. Doll beliefert auch Veranstaltungen im Ausland, sowie jahrelang den Wiener Opernball.

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