Umbau in Salzburg

„Wir verändern die ganze Skyline des Flughafens“

Salzburg
09.06.2026 17:00

Rück- und Ausblicke am Flughafen Salzburg: 2025 wurden 1,8 Millionen Passagiere abgefertigt. Trotz angespannter weltpolitischer Lage sei es damit gelungen, ein stabiles Ergebnis einzufahren, betont die Flughafen-Chefin. Nun wird groß investiert: Der größte Brocken ist die Terminalerweiterung.

Trotz angespannter Lage auf der Welt sind die Rück- und Ausblicke am Flughafen Salzburg positiv. In Zahlen heißt das: Im Geschäftsjahr 2025 wurden exakt 1.771.454 Reisende abgefertigt. Damit konnte das Passagierniveau weitgehend gehalten werden. Der Umsatz lag bei 85,7 Millionen Euro.

Am Flughafen wird groß investiert
Und auch das laufende Geschäftsjahr gebe nach dem ersten Quartal schon Grund für Optimismus, so Flughafen-Geschäftsführerin Bettina Ganghofer. Aktuell warten auch große Investitionen von insgesamt 300 Millionen Euro. Größter Brocken ist die Terminalerweiterung um 105 Millionen Euro, die wegen der Beseitigung der sogenannten Ewigkeits-Chemikalie PFAS im Boden um ein Jahr verschoben werden musste.

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Die Airlines reagieren in der derzeitigen Lage sehr unterschiedlich. Insolvenzen sind nicht auszuschließen. 

Bettina Ganghofer, Flughafen-Geschäftsführerin

Vorarbeiten starten im September. Erster Schritt ist der Abriss des Hangar 2. Ein neuer Hangar entsteht im Bereich General Aviation. „Wir verändern die ganze Skyline“, erklärt Ganghofer auf einer Flughafen-Terrasse. In einer ersten Bauphase wird der Terminal 2, der derzeit nur im Winter in Betrieb ist, um- und ausgebaut. Die zentrale Check-in-Halle folgt anschließend. Ab- und Ankunft werden dann zusammengeführt.

Knapp 1,8 Millionen Passagiere wurden 2025 in Salzburg abgefertigt.
Knapp 1,8 Millionen Passagiere wurden 2025 in Salzburg abgefertigt.(Bild: Andreas Tröster)

Weiteres Geld fließt in die Enteisung von Flugzeugen (14 Millionen Euro), Entwässerung (17 Millionen), Hangar-Bau, neue Fahrzeuge oder Rollwege, die erneuert werden müssen.  

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Wir sind mittlerweile zuversichtlich, dass uns diese aktuelle geopolitische Krise nur streift und nicht hart trifft.

Bettina Ganghofer, Flughafen-Geschäftsführerin

„PFAS wird uns noch lange beschäftigen“, spricht Ganghofer den Konflikt mit Aldi Süd an. Der Konzern ist gerade in die neue Zentrale an der Innsbrucker Bundesstraße übersiedelt und fordert vom Flughafen wegen der Altlasten eine Millionen-Entschädigung. „Wir sind in Gesprächen“, strebt Ganghofer eine außergerichtliche Einigung an. Ihre zweite Funktionsperiode endet 2027. Ob sie noch einmal zur Verfügung stehen würde? „Auf jeden Fall!“

Und der Flughafen ist bereits in Feierlaune: Zum 100-Jahre-Jubiläum ist für 20. Juni ein großes Fest geplant.

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