Das Leid streunender Samtpfoten will SPÖ-Landeschef Sven Hergovich durch ein neues tierärztliches Gutscheinmodell für die Sterilisation lindern. In den Tierheimen sorgt der tierische Nachwuchs indes für „Überstunden“.
Statt rascher Hilfe für Vierbeiner und Gemeinden sorgt das derzeitige System der Katzenkastration für Frust, Unsicherheit und immer höhere Kosten“, pfaucht Hergovich. Auch Tierschützer schlagen Alarm: „Wer helfen will, bleibt oft selbst auf der Rechnung sitzen.“ Besonders bitter: Viele Gemeinden verfügen weder über geschultes Personal noch ausreichend Budgets, um die Kastration von Streunerkatzen wirksam zu organisieren.
Ehrenamtliche Tierfreunde springen ein, fangen verwilderte Miezen ein, bringen sie zum Veterinärmediziner – und zahlen am Ende nicht selten aus eigener Tasche. Dabei zeigen andere Bundesländer längst, dass es auch einfacher geht: Dort erhalten Tierärzte Gutscheine, die unkompliziert beim Land eingelöst werden können. Der SPÖ-Boss ist überzeugt, dass dieses Modell auch im weiten Land rasch umsetzbar wäre – ein Antrag soll nun im Landtag eingebracht werden. Denn jeder nicht kastrierte Streunerkatze bedeute neues Leid: hungernde Jungtiere, Krankheiten und volle Tierheime.
Zeitintensives Aufpäppeln
Letzteres kann man in Krems aktuell besonders bestätigen. Denn gerade in der Frühlingszeit zeige sich, dass die Kastrationspflicht vor allem in ländlichen Gebieten einfach ignoriert wird. „Oft werden Katzenbabys ohne Mütter entdeckt und müssen als Flaschenkinder mit viel Zeitaufwand aufgepäppelt werden“, weiß man. Zuletzt wurden gleich drei Würfe auf einmal dort abgegeben.
Martha Schober ist zum Glück bereits ein Profi und hat schon unzähligen Katzenkindern einen guten Start ins Leben ermöglicht. „Für die Aufzucht von solchen Winzlingen braucht es aber viel Zeit, Liebe und schlaflose Nächte“, so Schober. Neben Milch ist auch hochwertiges Kittenfutter notwendig. Man hofft auf entsprechende Spenden. Kontakt: 02732-84720.
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