Petition in NÖ

Lautes „Miauen“ nach Streuner-Gesetz

Niederösterreich
15.01.2026 17:10

Es gibt zu viele Streunerkatzen – vor allem auf dem Land. Katzenretterin Gabriele Drechsler hat eine Petition gestartet, die Gemeinden verpflichten soll, für die Kastrationen zu bezahlen.

Wie viele Streunerkatzen gerade am Land herumstapfen wird nicht gezählt. Viele kommen von den heimischen Bauernhöfen, andere streunen zwischen Wohnsiedlungen herum. Gabriele Drechsler aus Rosenburg-Mold (Bezirk Horn) sieht täglich, wie die Vierpfoter leiden, die kein Zuhause haben. „Immer wieder sieht man bei uns kleine Katzen mit komplett verklebten Augen“, berichtet sie. 

Land zahlt zwei Drittel
Katzen, die nicht kastriert sind, vermehren sich schnell. Zwei bis drei Mal pro Jahr bekommt eine Katze Junge – mit bis zu sechs kleinen Katzen. Gerade im Waldviertel wird das Problem immer drängender, berichtet der Verein Waldviertler Streunerkatzen täglich auf ihrer Website. Und das,  obwohl die öffentliche Hand Kastrationen bezahlen würde – zwei Drittel der Kosten jedenfalls. Den Rest müsste die jeweilige Gemeinde beisteuern.

Gemeinden in der Pflicht
„Das Land Niederösterreich wirbt für flächendeckende Streunerkatzen-Kastration, verschweigt jedoch, dass die Teilnahme der Gemeinden freiwillig ist!“, ärgert sich Drechsler. Die tierliebe Frau hat bereits einige Katzen aufgenommen, die sie impft und füttert. Alle zu kastrieren könne aber nicht von Privatpersonen abhängen. Sie fordert, die Gemeinden gesetzlich zum Zahlen des übrigen Betragen zu verpflichten. Die Online-Petition  hat mittlerweile schon fast 2000 Unterstützer, vermehrt aus Niederösterreich aber auch aus anderen Bundesländern. „Tierschutz soll nicht vom guten Willen einzelner Ortschef abhängen“, steht darin geschrieben. 

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