„Jetzt oder nie“

Individualismus auf der Wand: Junge Kunst für alle

Kärnten
27.05.2026 16:00

Mit „faaya“ verfolgt die Klagenfurterin Greta Ziegler das Ziel, Wohnungen wieder individueller zu gestalten – und zwar mit qualitativen Kunstdrucken junger Kunstschaffender.

Kennen Sie das? Nachdenkliche Lebensweisheiten, Zeichnungen aus feinen Linien, lustige Tierbilder, Retro-Städtebilder, abstrakt anmutende Wolkenformen; solche und ähnliche in Massenproduktion gefertigte Poster hängen in jeder zweiten Wohnung. „Jede Wand sieht gleich aus“, beschreibt die Klagenfurterin Greta Ziegler das Problem.

Deshalb will sie „fair and young art“ – also faire und junge Kunst – verbreiten. Mit ihrem Grazer Unternehmen „faaya“ bietet sie jungen Künstlern, die erst am Anfang stehen, eine Plattform; und Kunstinteressierten einen Online-Shop für qualitativ hochwertige Kunstdrucke. Die Idee dazu kam Ziegler in der Pandemie: „Ich habe viele Freunde, die im Kunstbereich tätig sind. Die haben so tolle Ideen und Werke, aber kaum Möglichkeiten, zu zeigen, was sie können.“

Ziegler wagte erste Schritte in der Gründungsgarage der TU Graz und interessierte sich schon früh für nachhaltiges Unternehmertum – wenig später „dachte ich mir dann: Jetzt oder nie!“ Und ihr Gespür gab ihr recht: „Wir haben wirklich viele Anfragen von Künstlerinnen und Künstlern. Etwa ein Drittel aus Deutschland, viele aus Österreich; wir bekommen auch Bewerbungen aus der Schweiz“, erzählt die Jungunternehmerin.

Wände sollen wieder individueller werden.
Wände sollen wieder individueller werden.(Bild: faaya/Kurt Remling)
Händisch werden die „faaya“- Kunstdrucke zuerst zu- geschnitten und dann für Kunden verpackt.
Händisch werden die „faaya“- Kunstdrucke zuerst zu- geschnitten und dann für Kunden verpackt.(Bild: faaya/Kurt Remling)
(Bild: faaya/Kurt Remling)
(Bild: faaya/Kurt Remling)
(Bild: faaya/Kurt Remling)

Spezieller Kunst-Drucker erweckt Werke zum Leben
Wie „faaya“ funktioniert? „Künstler bewerben sich oder werden gescoutet. Wir wählen drei Werke aus und fertigen Probedrucke an – mit einem speziellen ,Fine Art Printer‘ mit zwölf statt nur vier Farben. Da ist alles dabei: Fotografie, analoge und digitale Malerei, Grafikdesign, Illustrationen.“ Diese on-demand gedruckten Werke sind dann im Online-Shop erhältlich.

„Bald bieten wir limitierte Kunstdrucke an, wenn möglich signiert.“ Das Ziel: „Qualität statt Quantität! Wir wollen echte und junge Kunst für jeden zugänglich machen – dafür muss sie auch leistbar sein. Und wir wollen uns vermehrt auf Offline-Events konzentrieren, weg von der Schnelllebigkeit auf Social Media.“ Die erste „faaya“-Vernissage findet am Donnerstag, 28. Mai, statt.

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