Das iranische Außenministerium hat die jüngsten Angriffe der USA als groben Verstoß gegen die Waffenruhe bezeichnet. Diese Aggressionen trotz der Friedensverhandlungen hätten den „boshaften Willen“ der USA offenbart, hieß es weiter. Die Revolutionsgarden halten einen erneuten Kriegsausbruch allerdings für unwahrscheinlich.
„Die Streitkräfte halten sich bereit, mit vollen Magazinen“, sagte Mohammed Akbarzadeh, ein ranghoher Vertreter der Marine der iranischen Revolutionsgarden am Mittwoch. „Das Gebiet von Chabahar bis Mahshahr“ an der Südküste des Iran könne „in einen Friedhof für Aggressoren“ verwandelt werden. Dennoch sagte auch er, dass die Wahrscheinlichkeit eines Kriegs gering sei, und zwar „wegen der Schwäche des Feindes“.
Wie berichtet, hatte das US-Militär im Süden des Landes Raketenstellungen sowie Boote angegriffen, die in der Straße von Hormuz Minen verlegen wollten. Die US-Streitkräfte sagten, dass es sich dabei um Selbstverteidigung gehandelt habe.
Die Wahrscheinlichkeit eines Kriegs ist wegen der Schwäche der USA gering.
Mohammed Akbarzadeh, Vertreter der Revolutionsgarden
„Wirtschaftlichen Druck verstärken“
Laut der iranischen Führung wollen die USA und Israel weiterhin die Regierung stürzen. Nun würden allerdings andere Mittel eingesetzt als zu Beginn des Kriegs, hieß es. Durch militärische Mittel sei das Ziel nicht erreicht worden, teilte das Geheimdienstministerium mit. Es habe Hinweise darauf erhalten, dass die USA und Israel versuchen würden, den „wirtschaftlichen Druck zu verstärken“, religiöse und ethnische Gruppen zu spalten sowie Sabotageakte und andere „terroristische Operationen“ auszuführen. Dazu würden im großen Stil „Waffen, Munition und illegale Kommunikationsmittel, insbesondere Starlink-Geräte“ für den Zugang zum Internet per Satellit geschmuggelt.
Israel und die USA hatten den Iran am 28. Februar angegriffen. Seit dem 8. April herrscht eine Waffenruhe. Trotzdem gab es rund um die Straße von Hormuz mehrere gegenseitige Angriffe. Vertreter aus Pakistan vermitteln zwischen den Kriegsgegnern.
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