Wie die Staatsanwaltschaft Wien der „Krone“ bestätigte, hat sie nun einen Vorhabensbericht zu Ex-Generaldirektor Alexander Wrabetz und ORF-Manager Pius Strobl zur Oberstaatsanwaltschaft geschickt. Kommt es zu einem Ermittlungsverfahren oder zur Einstellung der Pensionscausa?
Benko-Anwalt Norbert Wess, der den über seine Chats mit einer ORF-Mitarbeiterin gefallenen Roland Weißmann vertritt, brachte mit einer Anzeige, in der es auch um einen Streit zwischen Weißmann und Strobl betreffend der von Wrabetz unterzeichneten Pensionszusagen für den 69-Jährigen geht, den Stein ins Rollen. Die Wirtschaftsabteilung der Staatsanwaltschaft Wien prüfte daraufhin, ob ein Anfangsverdacht vorliegt.
„Verschleierte“ Zusagen?
Der Verdacht: Die Pensionszusagen für Strobl seien intern „verschleiert“ worden und nicht im Interesse des ORF getätigt worden. So soll Wrabetz am 31. Dezember 2021, also in den letzten Stunden seiner Amtszeit, seinem Nachfolger Weißmann erstmals Pensionszusagen des ORF gegenüber Pius Strobl erwähnt haben.
Wörtlich heißt es, dass der scheidende General Wrabetz die schriftlichen Vereinbarungen „erst eine Woche nach seinem Ausscheiden überhaupt“ dem ORF zur Verfügung gestellt habe. Die erste Vereinbarung stammt aus 2010. Die Ansprüche würden insgesamt mehr als eine Million Euro betragen, auszuzahlen in monatlichen Pensionsraten.
Inhalt nicht öffentlich
In welche Richtung der Vorhabensbericht geht, ist nicht bekannt. Insider rechnen – sofern keine Verjährung vorliegt – mit Ermittlungsaufnahme wegen Untreueverdacht gegen die beiden ORF-Granden, für die natürlich die Unschuldsvermutung gilt.
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