Mikautz besucht HAK

Völkermarkts Musterschüler erobert mit KI die Welt

Kärnten
27.05.2026 14:00

Ein Musterschüler kehrt zurück. 2012 hatte Lukas Miklautz an der HAK Völkermarkt maturiert, jetzt hielt er einen Vortrag vor Schülern und erzählte von seinem kometenhaften Aufstieg ins weltweit gefragte Max-Planck-Institut in München. Und Miklautz kommt aus einer ganz bekannten Familie.

Auch Kärntner mischen in der großen Wirtschaftswelt mit. Lukas Miklautz ist ein Spezialist für die Künstliche Intelligenz, zog an das Max-Planck-Institut in München, wo Wissenschaftler an 85 Instituten die Lebens-, Natur- und Geisteswissenschaften erforschen. Die Institute arbeiten völlig unabhängig und decken ein extrem breites Themenspektrum ab. Miklautz arbeitet  als Postdoktoraler Forscher in der Abteilung Maschinelles Lernen am Max-Planck-Insitut für Biochemie.

Lukas Miklautz mit Direktorin Manuela Pinter, Administrator Aleksander Lukan und Prof. Margit ...
Lukas Miklautz mit Direktorin Manuela Pinter, Administrator Aleksander Lukan und Prof. Margit Ragger.(Bild: Christian Tragner)

Kein Leben ohne Mathematik
Lukas Miklautz hatte nach der Matura in Wien Volkswirtschaft studiert, nebenbei besuchte er die Vorlesungen in Philisophie und Wirtschafts-Informatik. Er machte die Bachelorarbeit in VWL und Wirtschaftsinformatik, ist auch technischer Tirektor in Maschinellem Lernen. „Für mich vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht mit Mathematik beschäftige.“

Seine Disseration hat er über die Methodenforschung mit der Künstlichen Intelligenz geschrieben. „Ich 2018 begonnen, das war bei der KI gut so.“ Zwischen 2018 und 2024 hat er als Assistent an der Universität Wien gearbeitet. Während dieser Zeit absolvierte er zwei mehrmonatige Forschungsaufenthalte in Linz und in Boston.

Dissertation ausgezeichnet
Seine Dissertation wurde mit dem Award of Exzellence des österreichischen Bildungsministeriums ausgezeichnet und für den Dissertationspreis der Gesellschaft für Informatik nominiert. Lukas  beschäft sich mit den Algorithmen der KI. „Es gibt hunderttausende Methoden, mit KI zu arbeiten.“

Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Deep Learning, einer Form des Maschinellen Lernens mit künstlichen neuronalen Netzen, die gemeinhin als Künstliche Intelligenz bezeichnet wird. Dabei konzentriert er sich vor allem auf unüberwachte Lernmethoden, die Muster in Daten ohne menschliche Supervision erkennen. Am Max-Planck-Institut widmet er sich nun der Anwendung von KI in der biologischen Grundlagenforschung.

Millionenschwerer KI-Deal in Linz abgeschlossen
„Die USA oder China investieren viel mehr in KI. Aber auch die Österreicher mischen mit. Vor fünf Tagen wurde in Linz der größte Deal in der heimischen Technologieszene seit Langem abgeschlossen: Emmi AI, Spezialist für Künstliche Intelligenz, wurde um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag an den französischen Tech-Riesen Mistral verkauft. Das Startup bleibt in Europa, das ist gut so.“

Das rät Miklautz den Schülern
Er riet den Schülern in Völkermarkt, sich Wissen anzueignen. Lukas ließ sich auch interviewen. „KI ist nicht immer richtig. Heutzutage macht man im Leben mehrere Jobs, auch die Lehre nach der Matura ist wichtig. Man mus seine Interessen finden und sich darauf konzentrieren. Wenn ihr ins etwa mit Erasmus ins Ausland gehen könnt, nutzt die Chance.“ Miklautz ist ein Stolz der Schule. Der mit KI die Welt erobert hat.

Miklautz pendelt jetzt zwischen München, Wien und Kärnten und ist auch viel auf Reisen. „Ich war zuletzt in Griechenland, Washington, Sydney, Liverpool, San Diego oder Singapur. Ich versuche jetzt das Reisen zu reduzieren.“ In Völkermarkt ist Thomas viel zu selten. Er geht mit seiner Freundin spazieren, „die Natur ist ein Superausgleich.“

KI für Medizin wichtig
„KI wird in jedem Arbeitsbereich eingebaut. Für die Medizin etwa wird sie mit entscheidend sein. Jetzt gibt es schon mit KI entwickelte Medikamente in Phase zwei. Bei der Dermatologie ist KI ebenso wichtig.“ 

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