Hoher Blutzoll auf den Straßen am langen Pfingstwochenende: Deutlich öfter als im Vorjahr krachte es in Österreich – 636 Verkehrsunfälle wurden heuer gezählt. Dabei wurden 708 Menschen verletzt, ebenfalls ein deutlicher Anstieg. Vier Menschen – darunter ein Kleinkind – verloren ihr Leben.
Das Pfingstwochenende im Jahresvergleich:
Drei Tote in Niederösterreich, ein totes Kind in Wien
Sämtliche Todesopfer waren am Samstag zu beklagen, berichtete das Innenministerium am Dienstag: In Niederösterreich kamen zwei Motorradlenker (26 und 44 Jahre) und ein Pkw-Lenker (36 Jahre) bei Alleinunfällen ums Leben. In Wien wurde ein dreijähriger Bub von einem Wagen niedergestoßen und tödlich verletzt. Das Kind war mit einem Kinder-Tretroller am Gehsteig unterwegs, der Unfall geschah vor einer Garagenausfahrt.
Einen Anstieg gab es auch bei der Zahl der Temposünder: 64.828 Kraftfahrzeuglenker wurden registriert, ein Anstieg um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (62.877).
Mehr Alko- und Drogenlenker
Auch betrunken und unter Drogeneinfluss setzten sich mehr Menschen ans Steuer als noch 2025. Alkolenker gab es 422, 2025 waren es 364 – ein Anstieg um 15,9 Prozent. 106 Drogenlenker wurden gestoppt, im Vorjahr waren es 96 (Anstieg: 10,4 Prozent).
Und auch Führerscheinabnahmen und Fahrzeugbeschlagnahmungen wurden vermehrt registriert. 330 Lenkern wurde der Schein vorläufig abgenommen, 2025 waren es noch 274. Zudem wurden landesweit zehn Fahrzeuge beschlagnahmt, im Vorjahr waren es sieben.
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